262 Von den Entdeckungen Lm Nord. H.AbschU«.
mit, und begruben die übrigen Todten. Der schwacheMensch aber starb des folgenden Tages. Die Bötelangten auf Rustene an, und Quiritti bekam seineWohnung bei dem Vornehmsten der Insel. Der Sohnführte ihn wegen seiner Mattigkeit an der Hand zu sei-nes VatcrsWohnung, die Hausfrau nebst ihrer Magdgingen ihm entgegen, und da Quirini der ersten zuFusse fallen wollte, so gab sie es nicht zu, sondern er-quickte ihn gleich im Hause mit einer Schaale Milch-Quirini genoß während drei und eines halben Monats/die er in diesem Hause zubrachte, die größte Freund-schaft und Menschenliebe: dagegen er auch durch seineWillfährigkeit den guten Willen seiner Wirthe und ih-re Wohlthätigkeit sich stichle zu verdienen und zu erhal-ten. Seine übrigen Mitgenossen im Unglücke wurdenebenfalls in die Häuser eingetheilt und ein jeder ver-sorgt —
Die felsichte Insel Rost war 70 (italiänische) Mei-len westwärts vom äussersten Vorgebirge Norwegensgelegen, welches sie in ihrer Sprache das Hintersteder Welt (Ou'o munch) nennten. Sie hatte z Mei-len im Unikreise. Aus dem Felsen wohnten 120 Men-schen , davon 72 am Osterfeste als gute katholische Chri-sten sehr andächtig communicirten. Sie ernähren sichund die Ihrigen mir der Fischerei, weil in dieser äusser-sten Gegend gar keine Frucht wächst. Die drei Mo-nathe, Junius, Julius und Augustus haben sie bestän-dig Tag/); denn die Sonne geht ihnen gar nicht un-ter : allein in den entgegengesetzten Monathen des Win-ters
*) Fior«vanre sagt, daß vom 20. November bis zum 20. Fcbruor,die Nacht 21.! Stunde» und drüber gedauert; dagegen vomMay bis zum 20 August, sahe man die Sonne oder ihre» Säst"'beständig.