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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
273
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H, AbschN. zur Zeit des Mittelalters. 27z

Man siehet in dieser höchst unglücklichen Reise desDniirini, erstlich einen Zusammenfluß von Unglücköfal-ken, zu deren Ertragung man die Kräfte der menschli-chen Natur kaum zureichend glauben sollte. Allein Er-wärmung, Anstrengung, Beharrlichkeit und der Ge-brauch der vernünftigsten Mittel, machen das oft mög-lich , was unter andern Umstanden gänzlich unmöglichist, und geben daher den stärksten Beweist der grossenVorzüge des Gebrauchs der Vernunft und Entschlossen-heit in Gefahren.

Eine Bemerkung des Quirinus verdient Aufmerk-samkeit, da sie so ofte schon sich wieder bestätigt hak.Die Leute, welche bey der grossen Noth des Schiffes,olles für verlohren gehalten, und den schönen MalvasierWein, den sie geladen, unmäßig getrunken hatten, dieftelen, bey der zunehmenden Noth und überhandneh-menden Scharbocke, schnell und plötzlich todt dahin,dahingegen die mäßigen langer aushielten, und mitdem Leben davon kamen. Eben so mußten die, wel-che dem Feuer um sich zu erwärmen zu sehr genahet hat-ten, diese Zudringlichkeit mit dem Leben büssen; sowiedenn auch bei dem grossen Durste, den mehresten selbstdas ekele und unnatürliche Mittel, ihren eigenen HarnZU trinken, das Leben gefristet. Ferner bemerken wir,daß das getrunkene Seewaffer sehr schädlich gewesen,und daß die grosse Menge von Schnee, welche sie beimLanden eingeschlucket, ihnen keinen Schaden zugefügethabe. Die Versteifung aller Arten von Schalenthie-ten, st wie auch die des Fleisches eines Delphins, dienteUnstreitig dazu, ihnen allen das Leben zu fristen.

Die Beschreibung des Zustandes von Norwegen,Und dessen Handel, st wie auch das Gemählde der Sit-ten der Einwohner, sind ungemein schöne Bruchstückeder Geschichte der Menschheit. Es wurden die z Nor-Korst. Gesch. der Schiffarrl). S dischen