274 Von den Entdeckungen im Nord. H. AbschU.
bischen Königreiche damals vom Könige Erich demPoM'mer beherrschet, und der Zustand desselben war nichtganz schlecht, wenn man die damaligen Zeiten erwäget.Man sieht, daß der Viehstand damals die größteNahrung der Einwohner, Korn sehr selten gewesen,Die Rinde der Baume schon so,, wie noch jeßt in schlechtten Jahren, und im Gebürge, mit etwas Mehl, Milchund Butter zur Speise gedienet habe. Geld hingegenwar selten: und einige silberne Geschirre und kleinfügigeGeschmeide waren sehr beliebige Geschenke gewesenDem Quirinus, als einem Venetianer, mußte der lange, Tag im Sommer *), und die lange Nacht im Winter, diegrosse Menge der wenig scheuen Waffervögel, und dirbesondere Keuschheit und Reinigkeit der Sitten bei denNordländern, ungemein auffallen. Und endlich so sie'het man den Handel mit Stockfischen und Heringen,Die damals schon völlig im Gange »varen. Kurz es istmeines Erachtens, eine von denen Reisen, die ebenlehrreich als wichtig ist, wegen des gemeinnützigenInhalts.
Allgr-
Obgleich es sehr lange und so zu sagen beständigen Tag gab, alöQuirinus von Röstöen nach Drontheim fuhr, so pflegten sci>nFührer doch allemal einzukehren und z» schlafen, wenn die Vögädurch ihre Ruhe und Stille ihnen das Signal dazu gaben. D>^Umstand crklärt also auf eine neue, allein entscheidende Weise, ^Stelle in Ohthers Reisebeschreibmig nach Sciringes - Heal, (obe"S- 9Z-) wo er sagt: „Dahin konnte niemand in einem Monatssiegeln, wenn er in der Nacht einkehrte, obgleich er jeden,> gucen Wind harreEs war Sitte des Nachts, selbst beyiinmerwahrenden Tage einzukehren, und diese Sitte fand sil>^zn Ohthers Zeiten statt, und man beobachtete sie noch zuZeit, überJahre nach dem. Man sieht also, daß dieserdächtig scheinende Ausdruck, nicht aufs Gerathewohl hingeschr^.ben war, sonder» seinen garen Grand in den Sitten deShatte.