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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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278 Von den Entdeckungen im Nord. H Abschn.

Im Morgenlande zuByzanz hatten die Zänkereiender Geistlichen und das Streben nach der Kaiserwürde,dieselbe Verfinsterung und Unmoralität in allen Stän- !den eingeführet; und im übrigen Asien, waren die Ara-bischen Chalifen oder Nachfolger Mohammeds, durchUeppigkeit, Unthätigkeit und die unpolitische Aufnahme ^so vieler Führer der türkischen Stamme m ihrem Reicheund an ihrem Hofe, zu unbedeutenden Priestern der Re- ^ligion heruntergeschwunden. Syrien und Palästinawar lange unter den Arabischen Fürsten gewesen, welchebei ihrem damaligen verfeinerten Zustande, die Christendieser Provinzen sehr leidlich behandelten, und man be-gegnete denen Pilgrimmen aus den Abendländern, wel-che falscher Wahn und Aberglauben zum Besuchen deSheiligen Grabes sehr häufig in diese Gegenden führte,aus Politik und Gewinnsucht sehr günstig. Allein dieSeldschukidischen Türken fingen an aus Aberglaubenund aus zu grossem Mißtrauen gegen die zu häufigen ^und oft zu zahlreichen Wallfahrten, die Christen zu be-drücken, und den Pilgrimmen sehr hart zu begegnen. ^Diese immer zunehmenden Drangsale schienen dem Bi-schöfe von Rom, Hildebrand, wichtig genung, umalle Christen zu einem Kriege gegen die Bedrücker desChristenthums aufzubieten; allein die unfertigen Hän-del, die Gregor der siebente sich durch seinen Stolz undHerrschsucht in Europa zuzog, hinderten ihn, dieses jaufgebotene Heer selbst anzuführen. Kurz drauf war lein schwärmerischer Priester, der unter dem Namenpecer der Eremit bekannter ist, ein Zeuge der Unge-rechtigkeiten , unter welchen die Christen im Morgen-lande und Pilger seufzetcn. Seine erhitzte Einbildungs-kraft, das Zureden des Patriarchen von Jerusalem,und die Beistimmung des Pabsies Urban munterten ihnauf, alle europäischen Länder zu durchziehen, und dasabergläubische Volk mit thränenden Augen zur Rachs