!l. Abschn. zur Zeit des Mittelalters. 28 z
fremden und entlegenen Landern, und von grossen Reisen.Der eingeführte ruhigere Besitz des Privateigenthums,i machte dem Kausmanne Muth, mehr zu unternehmen,nie versuchte Meere aus Liebe zum neuen Gewinne zubefahren, und der Gefahr zu trotzen. An der anderenSeite, blieb das enthusiastische Verlangen, die LehreChristi auszubreiten und ganze Länder und Völker zuChristo und zum Vabfte i» Rom zu bekehren, allemalein grosser Antriev zu neuen Reifen in entfernte Lan-der. Der Geist der irrenden Ritterschaft und die Be-gierde zu Vollendung solcher Großthaten im Kriege,welche dem Thäter derselben Ruhm und Ehre auf immerzusicherten, trugen gleichfalls bei, die cntfernsten Lander zudurchstreichen. Der zunehmende Handel und die Kunst-gewerbe der Italiäner, so wie der grosse Gewinn derNordischen in der Hansa verbündeten Kaufleute, er-weckten von Zeit zu Zeit unternehmende Geister zuSchiffahrten, welche in Betrachtung der Unbekannt-schaft, die noch in Ansehung fremder Volker und Lan-der herrschte, damals viel gefährlicher als heutzutagewaren. Die wichtige Entdeckung der Magnetnadel zumBehuf der Schiffahrt, gab dieser Kunst neue Vortheileund schaffe der Völker - und Länderkunde grossen Zus^ wachs. Da man vorher kaum es gewagt hatte, sichaus dem Gesichte der Ufer zu entfernen, so durchfsegelteMan nunmehro kühn die größten Seen. Selbst wennwir diese Erfindung so früh als 1200 ansehen, so fin-den wir sie doch schon so gemein, daß die Fischer in denDrkneys, sich schon des Kompasses 180 Jahre darauf,vhngefähr ums Jahr izZo, bedienet hatten.
! Die grossen Reichthümer, welche sich die Venetia-
' ner durch den angemaßten Morgenlandischen und In-dianischen Handel, erworben, die erlangte Erfahrungin der Schiffahrt, und die ansehnlichen Kenntnisse von
entfern-