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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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28 r Von den Entdeckungen im Nord. n. Abschn.

eine ordentliche Beschäftigung der Abendländer; manstiftete öffentliche Schulen, und gab den Gelehrten Vor-züge an Ehre und auch andere Vortheile zu gemessen;so daß allmählich eine Morgenröthe von Aufklärung sichauszubreiten anfing, und dadurch die rohe abendländi-sche Welt von ferne zu der Reformation, * zu dem jetzi-gen Zustande der Gelehrsamkeit, zu dem herrschendenfreien Untersuchungsgeiste und wachsenden Toleranzzubereitete.

In Palästina und Spanien hatten die rohen Krie-ger der Christen oft Gelegenheit, die Großmuth, Tapfer-keit und Gallanterie der saracenischen Ritter zu erfahren.Alle diese Eigenschaften gaben so was eigenthümlichGrosses und Blendendes dem Charakter ihrer Ritter,daß die Christen es sich für eine Ehre hielten, dieselbenin allen Stücken, und in liebe der Religion, in Ver-theidigung der unterdrückten Unschuld, in Wahrheits-liebe und Menschlichkeit nicht nur nachzuahmen, sondernsie auch noch zu übertreffen. Die Grundsätze der wah-ren Ehre, die mehr mit Menschlichkeit geführten Kriege,und die selbst unter Feinden noch herrschende Höflichkeitund wechselseitige Edelmüthigkeit, die man noch oft heut-zutage mit Freuden, bei dem nothwendigen Uebel desKrieges erlebet, sind lauter verfeinerte Früchte von demersten Saamen der irrenden Ritterschaft, der damali-gen Zeiten.

Alles dieses zujammen, trug unstreitig bei, denGeist des Menschen von den Fesseln des Aberglaubens,der Unwissenheit, und trägen Unthatigkeit zu befreien,unter welchen derselbe sich bisher befunden hatte. Ma"durfte schon es wagen, sich Kenntnisse zu erwerben,ohne das Feuer oder Schwerdt zu befürchten. DerDurst nach Kenntnissen entzündete sich überall in Europa,und man war vorzüglich begierig nach Nachrichten von