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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
285
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n. Abschn. zur Zeit des Mittelalters. 285

raricme cj'slcuiü luo^Iii ns libri äe IVl. ^lsrco?o1c>,Vordrucken lassen, in welcher ich S. 14. finde, daß er,Andanicuin *) für den besten Stahl erklärt, undbaß, wenn jemand unter den Morgenlandern einenSpeer oder Säbel von Andamcum gchabt, er e6 ineinem so hohen Werthe hielte, als wäre es ein kostba-res Kleinod.

*) (Anmerkung) Der Ursprung des Works Andanicum hak mirviele Mühe verursacht; denn da Rämusio berichtet: Er habe dieBedeutung dieses Worts vom kVli-sssr tVlicbele dtambre dem türki-schen Oollmatscher der Republick Venedig erfahren, da auch Chin-chintalas, nicht sehr weit vom alten Turkestan liegt, so glaubte ichmich berechtigt, nach dessen Ursprünge im Türkischen mich umzu-sehen, fand aber nur das Wortlch^ty» dschenk, welches Lriegbedeutet, und muchmaßete, daß eine so kriegerische Nation, alsdie türkische seit vielen Jahrhunderten gewesen, den zu ihren Spee-ren und Säbeln gebrauchten besten Stahl, Dschenkschi den Rrie-ger genannt möge haben, nach einer den Morgenländern nichtungewöhnlichen figürlichen Redensart; und glaubte, ein Jtaliänerwürde dies Wort wohl durch Daniki oder Al-Daniki, Ad-Da»niki ausgesprochen haben, welches von Andanicum oder Anda-nico nicht sehr weit entfernt ist. Allein ich hatte doch noch einigeZweifel über diese Etymologie. Ich suchte demnach im Persischen"ach, und da fand ich unter noch zwei andern, den Stahl be-deutenden Wörtern, auch dschenk, odcr dschanek, wel-ches dem Worte Ad-Danek und Al-Danek wahrscheinlich amnächsten kommt, und also dasAndaniko mag veranlasset haben.

Unser würdiger Herr Pros. Lnapp muthmasset, es könntedies Andanikum auch wohl Andalicum geheissen haben, undvom Arabischen das Schwerdc aus der Scheide ziehen,herkommen, oder von von dem viele Substantiv« abge-leitet sind, welche Scharfe, Spitze, Politur u.d. gl. anzeigen;

und die Worte oder acuminatus, mucronsrus»

pol, UI5 hatten eine grosse Aehnlichkeit. — Ich bin nicht im Scan,de hierüber zu entscheiden, und überlasse also das Urtheil anderen,die in diesem Fache durch höhere Kenntnisse, dazu besser berech-tiget sind.

2) Vom