286 Von den Entdeckungen im Nord. ll. Abschn.
2) Von» Rhabarber und dem Orte Suckuk.
S. i?!. Wird von Marco Polo gesagt, daßin der Landschaft Guchur, auf dem Gebürge der besteRheubarbar in grosser Menge wächst, von welchemOrte ihn die Kaufleute über die ganze Welt verführen,^amusto erkundigte sich demnach bei einem gewissenHadschi Mehemer, einem Persianischen Kaufmannevon Tabas in Ghilan, nach dem Rawend oder Re-wend Tschm, d.i. dem Rhabarbar und wo er wüch-se, und über den ganzen Handel mit diesem Kauf-mannSgute; denn dieser Kaufmann hatte vor einigenMonathen eine grosse Menge Rhabarbar nach Venedigmitgebracht.
Hadschi Mehemec (LbuZZi ^lernet) war selbstim Lande des grossen Khans in Guccuir und Lampiongewesen: indem man, ausser Gesandten an den grossenKhan, keine Kaufleute weiter in Kathai, als bis Guc-cuir und Lampion eindringen lasse. Diese beidenStädte sind von gebrannten Ziegeln und von gehauenenSteinen gcbauet. Der grosse Khan schickt seine StatttHalter hin, um diese Städte zu regieren. Es findensich in denselben lauter Götzendiener, und in Lamutfangen erst die Mahomedaner an zu wohnen. Dergrosse Khan soll damals als Hadschi Mehemet in Ka-thai war, Daimir Lan *) geheissen haben.
Die
') Der Daimir-Rbün scheint wohl der Timur-Rhan, der»«?
mittelbare Nachfolger des Lublat-Lhan z« seyn, der aber voni->4-1307. in Lschina und Kathai grherrschet. Allein da Rann''s,o ohngefahr > m 15;;. schrieb, so könnte der Khan nickt daruntergemeint seyn, und würde auch damals n ch cinMogotischer Kacktauf dem Throne gewesen seyn, so würde man den Persischen u«bBükharischen Kaufleuten nicht gewehrt .haben, weiter im Kathaieinzudringen; denn diese Einschränkung sing erst an mit der M»gimmg des neuen Stammes aus dem Geschlechte Mim, weiches