UI. dlbschn. in den neuern Zeiten, z 15
kolas am Ausflüsse der Dwina und Chancellor gingnach Moskwa zum Tschar Ivan Maßielewirsch.Die bisherigen Grosfürsten hatten unter dem Joche derTartaren müssen viel erdulden. Allein sie hatten dassel-be schon gänzlich abgeschüttelt, und ganz Rusland warnicht wie zuvor unter viele kleine Fürsten vertheilet, son-dern hatte nur einen dadurch ziemlich mächtigen Gros-fürsten. Da dieses Land nur an Pohken, Liefland undSchweden die einzigen christlichen Lander gränzte, imSüden aber, die Türken, Tatarn, Perser und ande-re wilde Völker zu Nachbaren hatte; so ward esvon den Kaufleuten des hansischen Bundes in Ansehungdes Handels sehr vervortheilt. Ivan LVaßielewitschkonnte also die Ankunft der Engländer in seinen Staa-ten , nicht anders als sehr angenehm seyn. Er machteihnen die besten Anerbietungen, ertheilte ihnen grosseVorrechte, und begegnete ihnen mit vieler Freundschaft:Richard Chancello r verkaufte seine Waaren, nahmandere in deren Stelle ein, und kehrte im Jahre 1554Mit einem Briefe des Tschar Ivan Waßielowitsch nachEngland zurück, woselbst damals nach dem Tode Ed-ward VI, die Königin Maria seine Schwester regierte.
N!) Der glückliche Erfolg, dieser ersten SchiffarthNach Rußland machte die Handlungs - Gesellschaft nurimmer begieriger, diesen glücklichen Vorfall und denguten Willen des Grosfürsten Ivan Waßielewitsch be-stens zu benutzen. Die Konigin Maria und ihr Ge-mahl König Philip von Spanien, gaben also dieserGe-fellschaft der nach demRorden, Nordost und Nordwestauf Entdeckungen sich wagenden Kaufleute, einen Gil-bebrief und manche Freiheiten unter Sebastian Cabo-ta ihrem Gouverneur. Diese Königliche Herrschaftenschrieben auch einen Brief an den Großfürsten Ivanwaßielewitsch, und gaben Richard Lhancellor,