Ul Abschn. in den neuern Zeiten. 555
tief in die Maßen der Steine und löst kleine Theilchenab, welche Regen und Winde abspühlen und weiter füh,ten, und dadurch dieOberfläche der Erde mehr und mehriur Aufnahme von Pflanzen und Gewächsen fähig ma«Hm. Zuerst erzeuget sich aus den vom Winde in diefsErde hingeführten Sämchen ein kleines Moos, das sichallmählig ausbreitet, und mit seinem zwar zarten undsehr kleinen Baue, der aber aller Kalte widerstehet, eingrüner sanfter Teppich. Allein diese Mooße sind die Heb«ammen und Pflegerinnen anderer Geschöpfe aus demGewächsreiche. Die jährlich verwesenden untern Theileder Moose, mischen sich mit den aufgelösten annoch rohenTheilen der Erde, sie theilen denselben organische TheileMit, die zum Wachsthums und Gedeihen anderer Pflan,zen dienen; sie mischen Salze, und fette phlogistischeTheile zur Nahrung einer künftigen Bevölkerung vonPflanzen. Die Sämchens von andern Pflanzen, wel«che die See und Winde, oder die Vögel an ihrem Ge<fleder von fernen Gestaden herführen und unter die Moo»!e streuen, werden von denselben wohlthätig und mütter-lich gegen die Kälte beschirmet, mit aufgehobener Feuch«tigkeit getränket, und mit fetten Ausdünstungen genäh-rt , so daß sie zunehmen, wachsen, und endlich Saamentragen, auch nachdem sie abgestorben gleichfalls die fettenernährenden Theile der Erde vermehren, zugleich auchMehrere Saamen, die Hofnung einer zahlreichen Nach-kommenschaft über diese neue Erde und Moose verbreiten.Hie muß ich einen Blick auf die Gewächse heften. Sie!md, wie wir schon bemerkt haben, mit kärglicher Handauf dieser nördlichen Erde gepflanzt, nicht weil die Natur
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