Band 
Erster Band.
Seite
23
JPEG-Download
 

LZ

Ungefähr im I. ,?;r. war es, daß er unter verdecktemNamen und hernach mir Zusätzen unter eignem Namenseinen Tbsksurus äs reme6Ü8 sscrelis herausgab.

Den Liebhabern der Botanik zu gefallen, lchrieb er zuKyders Ausgabe des Hicrvnnymuü Lrazus, eine Einleitungvon den botanischen Seribencen sowol unter den Griechenund Römern als unter den Arabern und den neuern Eu-ropäern. Der »»gemeine Kredit dieses Werkes ermunterteden Buchhändler Richelius, daß er Geßnern Geld vor-streckte, um neue botanische Reisen in die Alpen zu ma-chen, und die Kräuter derselben entweder selbst zu zeichnenoder zeichnen zu lassen.

Während dieser Zeit gab er auch eine Schritt herausvon den Bädern der Schweiz und in Teutschland. Uc-berall verlor er keine Zeit, sich auch in der Ausübungals geschickten Arzt zu beweisen. Dadurch erwarb er sichim Vaterland das Amt eines Stadtarzles. Nunmehrruhte er mehr, bis unter oberkeitlichcm Ansehen die Acrzreder Stadt m eine Gesellschaft vereinigt wurden, die Mitverbundenen Kräften die Gesundheit dcü Volks besorgten.Ausser einer Menge medicmisch - chirurgischer Schriftengab er nun auch seinen Mithridates heraus; die erste Aus-gabe ist, nach Leissicr, vorn I. i;;8. Diese Schriftverbindet mit ungeheurem Sprachsatz sehr scharfsinnigeBemerkungen über die Philosophie der Sprachen. Auchzur Veredlung und Verfeinerung der teutschen Mut-tersprache findet man da lehrreiche Winke. ,, Wenn unser» Idiom, sagt er, wenig zur Verfertigung harmonischer» Gedichte geschickt ist, so kömmts unter anderm daher,daß wir zu viel Mitlauter an den Endungen haben ;„ daher entsteh« allziihäufigc, mühsame Zwischenräumc» und Klüfte von einem Worte zum andern; auch köu-„ nen weniger Cäsuren angebracht werden. " Hierausempfiehlt er, anstatt des Reims, reimlose Hcndccasyiiab.u