Idiotiftnen. Nicht lange, so ward er genöthigt in demerster» Cvllegium die logischen und oratvrsschcn Vorlesun-gen für einen andern über sich zu nehmen. Von dieserZeit an richtete er' seine Gedanken hauptsächlich auf dieVerbesserung des Schulwesens. Wie gesund seine Be-griffe hierüber gewesen, beweisen die Abhandlung äs so,<zuoä nimiuin est in stuäio grommatico, wie auch seinelateinische Logik und hernach vornehmlich die kleine teut-sche Vrrnunftlchre, wodurch er nicht ohne Widerstand dieWendelinische aus den Schulen verbannte. Ungeachtet zuseinem Ruhm diese Schriften hinreichen würden» so lie-ferte er von Zeit zu Zeit wichtige Bevträge sowol in dieIsmpe kelv. als in das üluleum lielv. Auch hat manvon ihm eine Nachricht deü geschriebnen griechischen Psal-ters, der sich auf der Carol-Bibliotheck bcfindr, unddessen nähere Beschreibung der Cardinal Quirini ver-langte; ferner die philosophische Abhandlung von denGleichnissen; die kritische Dichtkunst; die Widerlegungder I,ertre8 tur Is Religion ellencielle, U. a.
In so verschiedene Fache als Brcilingers Vorlesungengehörten, schien er allemal für diejenigen vorzüglich ge-schaffen, worüber man ihn jedesmal anhörte; immer der-srlve Geist der Ordnung und Genauheit, so ungleich derGegenstand war. Hiervon zeugt unter anberm sein aus»gebreiteter Briefwechsel mit den Cardinälen Paßionei undQnirmi, dem Präsidenten Bouchier, dem BürgermeisterUffenbach, dem Abt Gcrbrrt von St. Blasien, mit Jse-lin, Buxtorf, Bourmann, Schelhorn, Kiesling, Kap,Crusius, Altmanns, Brunner, le Maitrc, Vernet, Sem»ser, Ernesti u. a. Ein solcher Mann, der im Briefwech-sel mit Gelehrten aus den verschiedensten Fachen allemaljeden, derselben in dem semiqcn genug that, war sehr ge-spickt, mit feinem Freund Bodmcr dem Nationalgeist eineVvrrheilhafttre Richtung zu geben. Indem wir frey und