Band 
Erster Band.
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glücklich des Tages gemessen, den sie schnftn, wird's un-schwer den Muth und die Klugheit ganz zu begreifen,wormit sie manches Vorurtheil besiegten. Nur darf mansich erinnern, daß man noch zu Scheuchzcrs Zeiten dielöwenhöckische und schwammerdamifche Erzcugungs, Theo,rie als schlüpfrigen Einfall und Copernies Weltsystem alSUnglauben, — daß man zu Bodmers und BreitingersZeiten die kritischen Schriften derselben als geruchloseTulpen und Milton als Visionäre erklärte, ja, daß einZimmermann selbst in Klopstoks Mcßiade wenig andersbemerkte, als die häufige Nachahmung des prophetischenStyls, die er um so viel weniger liebte, da ja, seinerMeynung nach, der Ausdruck der Propheten ohnehindunkel genug sey.

Ohne Zweifel betrügen wir uns nicht, wenn wir dieneue Richtung, welche Breitingcr mit einigen seiner Zeit.genossen unserm Nationalgeist zu geben im Stand war,ungefähr auf folgende Weise erklären: Mit den Manu.faekiuren wuchsen die Künste des Reichthums, und mitdem Reichthum bekamen wir Müsse; diese erlaubte derNeugier und dem Bcobachrungsgeist freyere Entfaltung.Schon verbreitete sich der Widerschein von dem aufgehen,den Lichte benachbarter Länder auch über das unfrlge.So wenig der Anbruch des Tages Leute hätte aus demSchlaf aufwecken können, die ein ganzes Leben hindurchunter dem Schutt alter Vorurtheile eingeschnarcht waren,so unbezwingbar ergriff die Flamme jedes aufstrebendeGenie, auf welches in der Jugend ohnehin alles Neue,ja das schlechte und unnatürliche selber, in so fern e-verjährten Ansetzn Trotz beut, mit so vieler magischerKraft wirkt. Wenn aber dieses Neue zugleich wahr undgut, wenns nicht bloß Flitter, sondern von inneren Ge-hall ist, wie glücklich ist njcht der Geist, dessen Entwick-lung