Band 
Erster Band.
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um sowol die dortigen Künstler kennen zu lernen, alsauch die seltene Kemähldcsammlung zu Schlcißheim zubesehen. — Er nahm von seinen Freunden den zärtlich,sicn Abschied, kam nach Augspurg; wo er mit freund,scdafllicv offenen Armen von Rugendas und Riedinger auf,genommen ward; besonders errichtete er mit letzterm einegenaue Freundschaft, die bis an seinen Tod, in einemfür tue Kunst interessanten Briefwechsel unterhalten wor»den. In München wurden Brich, und Desmarees seineFreunde, in deren Begleit er Schlcißheim besähe, unddann seine Reise nach der Schweiz fortsetzte, wo er auchin seinem vier und brcysslgsten Jahr anlangte und nichtlange hernach sich verheyrathete. Ob es schon mit einerPerson war, die er alle Ursache hatte zärtlich zu lieben,so pflegte er doch viermal zu sagen, daß sich dre Kulturder schonen Künste, und die Sorgen des ehelichen Le-bens wenig mit einander vertragen. Wenn ihn indeßdie Arzgclegcnbeiten des häuslichen Lebens bisweilen der Kunstwcggeraubel haben, so hat er diese Untreu dardurch gutgemacht, daß er seine Söhne zu Virtuosen erzog, aufdie sich mit dem väterlichen Ruhme, auch die Talentedes Vaters fortgeerbt haben. —

Vermittelst seiner Kenntnisse erwarb sich Füßli dieFreundschaft der großen Künstler; in vertraulichem Brief-wechsel stand er mit Solimena von Neapel, Rigaud inParis, wie auch mit den Kupferstechern Drcvcl, Sürge,Frey, und Wille; der Ritter Mengs beschenkte ihn miteiner Zuschrift über das Schöne, die unter Künstlermit einer Vorrede herausgab, und Winkelmann warsein beionderer Freund.

Wesentlich bleibt das Schöne immer dasselbe, es magnun durchs Aug, ober durchs Ohr, oder durch die E>mbildungskrast reizen; nicht weniger Gefühl halte Fuß"für die Grazien der Dichtkunst, als für das mahlerstch^