Band 
Erster Band.
Seite
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suchungen, allemal mit sinnreichen Einfällen und Anee«Voten belebt. —

Inder Mittelmäßigkeit äusserer Umstände war es FüAlin vermittelst der Geschäftigkeit seines Geistes gelungen,Talent und Verdienst, besser als so viele Reiche undGrosse zu beschützen. Eine Menge armer Schüler hatteer nicht nur großmüthig ohne Entgelt» unterwiesen, 'sondern auch für dieselben Reisegeld einsammeln lassen ,und ihnen den Weg zu vorcheilhaftem Berufe erleichtert.Uebcrhaupt machte ihn natürliche Thätigkeit sehr gefälligund dienstfertig. So sehr er sich selber vergaß; so sehrsorgte er für andere. Unfähig für sich selber an der Thürder Grossen zu klopfen, schämte er sich nicht Kotierten zusammeln, wenn er zur Unterstützung eines Unglücklichesirgend etwas beyzutragen im Stand war. — Solche Zügein dem moralischen Chacacter des Künstlers verdienen nichtweniger, als das Eigenthümliche in seinem Genie bemerktzu werden.

Indeß liegt jene Untersuchung ausser den Schranke«des Biographen, in wie weit moralische Auflagen, undEteuercrprcssungen wirklich nützlich, oder in wie weit sieschädlich seyn können. Aus politischem Gesichtspunkt betrach-tet , schemen dergleichen Anstalten, Veranlassung zu dem,Migen, was man in Rom Patronat oder Klientel hieß;etwas, welches unvermerkt zu einer Art ausschließendenWohlwollens, zu Parteylichkeit und Factisnsgeist Gele,genheit giebt. Weit entfernt indeß war unser Füßli, sichin die Staatsangelegenheiten mehr einzumischen, als esmit seinem Hang zu philosovhischer Ruhe, und mit seinemGeschmack für die Künste bestehen konnte.

Die Jahre 1740. und 1742. waren für Füßli höchsttraurige Jahre, zwey seiner besten Freunde wurden iMdurch den Tod entzogen, Kupezki und Rugendas, Män-ncr vorn ersten Rang in der Kunst, die er so vorzüglich