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Erster Band.
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machte — eine kurze Schilderung seiner Zeiten wird dieseBehauptuyg ganz rechtfertigen.

Durch alle nur möglichen Künste hatten die römischenBischöfe, nach und nach eine ganz uneingeschränkte unddespotische Herrschaft über die ganze Christenheit sich er-worben, — die sie als wahre Tyrannen zur Erfüllungihrer Leidenschaften mißbrauchten, und sich sowohl zurVermehrung und Behauptung ihrer Macht, als auch zuBestreitung ihrer für Nachfolger Christi ganz unanstärr-digen Ausgaben die empörendsten Mittel erlaubten —Diese Mißbrauche hatten im Anfang des sechzehntenJahrhunderts die höchste Sluffe erreicht. — Die aller!«,sterhaftesten Menschen hatten nacheinander den päpstlichenStuhl bestiegen, und da zu ihren Ausschweifungen, zuihren Kriegen und zur Befriedigung ihrer Baulust, diegewöhnlichen Einkünfte nicht hinreichten, suchten sie sichdurch die abscheulichste, alle Sittlichkeit und Tugend roden-de Ablaßkrämerey neue Quellen zu eröffnen — Alle LänderEuropens wurden nun von solchen Ablaßkrämcrn über-schwemmt, welche mit Markrschreyerkünsten ihre Waarenfeil botten, und dem leichtgläubigen Volke sein Geld aufdie unverschämteste und unanständigste Weise abstahlen.

Die Hauptstäze solcher auffallender Mißbräuche wardie damalige Unwissenheit, welche von den Päpsten undvon der Geistlichkeit durch Gewalt und List unterhaltenwurde. — Allein so wie in der Natur Finsterniß mit Lichtabwechselt, so wie ein überspannter Bogen am Ende dochbrechen muß; so können die Despoten, sie mögen nunheissen wie sie wollen, dennoch mit allen Künsten nichthindern, daß nicht das Licht der Aufklärung endlich durch-breche und ihrem Gewalt ein desto schrecklicheres E>'dtmache, je anhaltender und heftiger ihr Widerstand getre-ten. — Dieser durch die Geschichte aller und besonders