98
;oo. Mann stark nach Bremgartcn und in das KlosterMurv. Den 8. Brachm. zogen noch 600. andre Zür-cher nach Rüti und Rappersweil; den Brachm. einanderes Kriegspauner von Zürich nach dem Kloster Kap.yel. Umsonst daß man von diesem Zug unsern Zwinglrzurückhalten wollt«/ er schwang sich auf ein Strcitroß,mir glänzender Hrlparte auf der Schulter, und zogauch mit. Den 26. Brachm. 1529. ward eine für diereformicrren Kantone sehr günstige und ehrenvolle Aus.söhnung getroffen. In diesem Vertrag hauen siedurchgängige Gewisscnsfrcyheit behauptet. Don neuemwurden die cathol. Kantone über den rnumphircndenFortgang der Reformation äusserst erbittert. Nachfruchtlos wiederholten Tagleistungcn, schlugen die Züri.eher den katholischen Nachbarn die Zufuhr des Proviantsab, und machten sich fertig zu kriegerischem Auszug.Durch auswärtige Vermittler ward für einmal der Aus-druck der Kriegcsflammc gehindert.
Don allen Seilen ward unterdessen Zwingli als ver-meintlicher Stifter so vieler Unruhen verfolgt. DenHeum. r;;l. trat er vor die Versammlung des Rathesund bat um Entlassung, weil doch feine Bemühungennicht nur mit Undank bezahlt, sondern von den Pensio-nern gänzlich vereitelt werden. Auf Ansuchen eines obe»keitlichm Committee entschloß er sich von neuem zur Bei-behaltung seines Amtes.
Den y. Weinm. machten die CatholischenKriegsmanifest bekannt und forderten von Zürich d>eAuslieferung der alten eydgenößifchen Bünde. Zu Ausbefand sich das katholische Hauptlager. In Zürichman saumselig und schläfrig; gegenseitiges MißverguU-gen und Mißtrauen hinderte schnelle und thätliche Vor-kehr. 2» zerstreuten, wenig zahlreichen, muthloftn H""'fen zogen die Züricher nach Kappet den Feinden entgegen