Band 
Erster Band.
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112
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Reich als Widertäufer und Schwärmer vor. Zur Ver-thcydiqung ihrer Lehre also schrieb Kalvin seinen christli-chen Unterricht und eignete ihn Franz I. zu. Diese vor-trcfliche Zucignungsschrift ist den r. August i;;6. vonBasel darirt. Nach der Herausgabe dieses Buches begaber sich zu der Herzogin von Fcrrara; diese gvttftlligeFürstin nahm ihn mit besondrer Huld auf. Hi rauf kehrteer nach Frankreich zurück; nachdem er daselbst seineSachen in Ordnung gebracht hatte, entschloß er sich,mit seinem einzige», noch übrigen Bruder, Anton Kal-vin, entweder nach Straßburg oder nach Basel zu gehen.Wegen des Krieges blieb ihm kein anderer Weg offenals durch das savoische Gebiet. * Nicht fürchterlich genugkann Bourrit den Paß von Charmontane schildern, durchwelchen Kalvin mit Lebensgefahr aus dem Augstthal ent-wischt war. Er langte zu Genf an, Wilhelm Farel ruhtenicht, bis er ihn unter den fcyerlichsten Beichwörungendaselbst festheftete. Mit Einwilligung der ganzen Bürger,schaßt, trugen ihm der Magistrat und daö Consistoriumdas öffentliche Amt so wol des Lehrers als des Predigers«uf.JmJ. iz; 7 . schwörte, auf seinen Antrieb, das ganzeVolk dem Papstum ab und erklärte sich ftycrlich für dasKalvinische Glaubensbekcnnniß. Wegen des immer nochherrschenden Parteygcistes und wegen des allgemeinen Sit»tenverderbcns schlug Kalvin mit seinen geistlichen Mitbrü-dern dem lasterhaften Volke den Genuß des Abendmalsab. Die Syndics versammelten die ganze Bürgerschaft»in dieser Versammlung im I. wurde dem Kalvin»Farel und noch einem ihrer Collegen, wegen Verweis^rung des Abentmals, befohlen, in Zeit von zwey Tafl^ndie Stadt zu räumen. Kalvin flüchtete sich zu Bucer an

Kap'l»

* S- Bourrits Beschreibung der Permischen «nd MbiM"Alpen, Lh. I. C. xi.