Band 
Erster Band.
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dem Kanton Bern ein Kreditifbey mir. Wenn man mich un-angehört wegschickt, so verräth's offenbare Verachtung ge-gen die Berner - Negierüng, ja gegen das Evangeliumselber. — Einiger Massen hatte er durch seine Borstet»lungen die Gemüther besänftigt. Nunmehr aber lud ihnder General, Vicar vor sein eigenes, geistliches Gericht,und zwar nicht um mit ihm in Unterredung zu trettcn,sondern vielmehr um ihn sogleich verurtheilen zu lassen»Herbey, schrieen sie, herbey, du verteufelter Kerl!—Ich bin kein Satan, erwiederte er, ich verkündige Chri-stum. Sogleich erhob sich einer von den geistlichen Ver-hörrichtern, mit lautem Geschrey: Llalpkemavit, nor»smplius inäigemus tsilibus. lleus est mortls. Fort,nach der Rhone, nach der Rhone! Farel versetzte: SprichGottes Worte, nicht des Kajaphas Schmähungen. DiePriester spien ihm inS Gesicht, fluchten ihm und traten> mit den Füssen auf ihn. Hierauf bewachten sie ihn ineiner Galerie. Ein Bedienter deS Großvicars schoß nachihm , der Schuß aber schlug fehl. Farel wurde von Genfweggewiescn.

In dem I. i;;;. hatten die Reformirten in Genfkeinen andern Prediger als einen gewissen Handwerker,Namens Johann Guerin, der zum erstenmal in einemi Garten bey kre I'Leguö daS Nachlmal austheilete. Der

^ Nach wollte sich eben wegen der ReligionsangclegenheiteN

^ versammeln, als es die Priester zu hindern suchten. Inder Nacht begaben sich 7»» bewaffnete Männer zu dem^eoßdicar und verschworen sich zur Ausrottung der Re-,formieren. Noch zur rechten Zeit warnte diese ein gut»herziger Priester, und bey 20a stark setzten sie sich denKatholiken entgegen. Zween Handelsmänner von Frey."kgl die zufälliger Weise zu Genf waren, beredetenevde Parteyen zur Niederlrgung der Waffen. MailMachte einen Vertrag, daß matt nichts ohne BLwcWeK