!en der h. Bücher predigen sollte. Farel kehrte nüch Genfzurück. Die Priester indeß unterhielten den Saamen derZwcytracht. Bey einer Religwnsunterredung zwischenKatholiken und Reformierten zog man von beyden Seitenden Degen, steckte ihn aber bald wieder ein. Der gegen-seitigen Aussöhnung ungeachtet liessen die Priester Lärmschlagen. Im Augenblick erscheint an der Spitze von,500 bewehrten Männern der Canonikus Peter Wernli,bewafnet vom Scheitel bis auf Fußsohle, mit entblößtem,zweyschneidigen Schwcrdte. Es kömmt zum Gefecht.Ein Svndik, der die Streiter von einander trennen will,wird am Hauvte gefährlich verwundet — auf der FluchtWernli erschlagen. Er war aus einem angesehenen Ge-schlechte von Frcyburg, und daselbst wurden die Genferimmer verhaßter.
Die Genfer baten zwar ihren Bischof, daß ee seinenAufenthalt wieder in der Stadt aufschlagen möchte, al-lein, da sein Official neun bis zehn Bürger in Verhaftsetzen ließ, so stellte ihm der Rath vor, daß die Bürgetvon niemand als von den Mitbürgern abhängen. DieserWiderstand vcranlasete die gänzliche Entfernung des Bi-schofs. Inzwischen verurtheilte der Rath den Mörderdes Canonikus zum Tode. Die Enthauptung eines Ein-zigen that dem bischöflichen Fiscal wenig Genüge. Erdrang auf Appellation. Der Rath verweigerte sie, in-dem er keinen höhern Richter über sich annerkannte.
Der Großvicar ließ einen Befehl gegen das Bibellesenansgehn, und wolle alle Bibeln in deutscher und in fran-zösischer Sprache zum Feuer verdammen. Farel undFrvment, die in Privathäusern predigten, stellten std?nachdrücklich die Barbarey eines solchen Befehls vor.Das Dohmstlft hatte einen Doctor der Sorbone,mcnS Furbiki, vom Dominikanerorden, nach
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