sprünglichen Lauterkeit hergestellt werden. — Man darfnicht läugnen, daß die Mittel zur Beförderung der Re.formation hie und da eben so gewaltsam gewcien,als die Mittel zur Hintertreibung derselben.
Im I. 1518. ward Farcl wegen unbändigen E'fersmit Kalvm aus Genf wcggrwiesen; er begab sich aufBasel und hernach aufNcucndurg. An lezierm One be.kleidete er das Prediqtamt bis zum Jahr 154.-. Nocheifriger als V-rurtheil und Irrtum bcstritt er die aus.schweifenden Sitten. Dadurch erweckte er sich zahlrei»che und furchtbare Feinde. Unter anderm wollte ereme vornehme Frau, die sich von ihrem Manne getrennthatte, wieder mit diesem vereinigen; nichts vermochtenweder seine besondern Vorstellungen, noch die Vorstelln»,gen des ConsistoriumS, chvch der Obrigkeit selber. Ineiner Morgcnpredigt am Sonntage donnerte nunmehrFarcl laut gegen diese ungehorsame Frau und gegen allediejenige, welche sie m ihrem Eigensinne bestärkten. —Aeusserst erbittert, formierten sogleich die lczlcrn gegenden Slrafprediger eine Verschwörung; schon hatten sie<inen Therl des Volkes gewonnen, und sie vcriammelten§ch um 2 Uhr Nachmittags auf dem Platze bey derKirche und dem Schlosse. Das Volk war getheilt; durchMehrheit der Stimmen wurde entschieden, Farcl sollteZeit von zwey Monaten Neucnburg verlassen. Nicht*^ne Mich? wurden von Seiten des Gubernators undRathes Aufruhr und Blutvergießen verhindert. Da«arei bey allen seinen Unternehmungen kernen andern2 weck hatte als die Behauptung seiner Grundsätze; so blieb erund fuhr ruhig fort sein Amt zu verwalten,«ur Widerhcrstcllung dcr Eintracht schickte die StadtEvn Gesandte nach Neuendurg; Farcl wurde in Schutz^vhinen und jeder, der ihn ferner angreifen würde,schwerer Straft bedräuet. Durch diesen glücklichen