Band 
Erster Band.
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nem väterlichen Freunde, dem Melchior Wolmar. Aufdessen Rarh nahm er im I. zu Lausanne den Lehr.stuhl der griechischen Spräche an, den er neun bis zehnJahre bekleidete. Zu gleicher Zeit gab er den Vertrie«denen Unterricht in der Religion und verfertigte verschje,dene Schriften. Ueber seinen Abfall von der päpstlichenKirche waren die Katholiken so sehr erbittert, das) sieohne die geringste Wahrscheinlichkeit ausstreuten, er habesich von Paris weqqeflüchtet, um der Strafe wegen be-gangener Sodomie ru enlgrhn; auch habe er, nach Ver-kaufung seiner Bmcsicien, das Weib eines Schneidersentführt. * Von selbst wiederlegen sich alle dieic Ver-läumdnngrn, da sie niemals von gerichtlichen Urkunocnunterstützt worden. Grosses Verbrechen hatte man ihmaus seinen lateinischen Gedichten gemacht. Unter dein TitelZuvenilia wurden sie zu Paris IM I. 1548 gedruckt. Er 'haue sie seinem Professor, dem Melchior Wolmar, zuge-eignet; sie enthalten Elegien, Gemälde, Grab,

schriften, Epigrammen. Ungemein hatte er seither dieVerfertigung dieser schlüpfrigen Gedichte bereut. Diejenige,die er für eine gewisse Candida schrieb, passen keineswegs aufseine Gemahlin, indem diese niemals schwanger gewesen. **Eben so unbegründt sind die Vorwürfe, die man ihm wegen desEpigramms auf Audebert gemacht hat; damals nämlich,als dieses Epigramm aufgefetzt wurde, war Audebertschon ein angesehener Advokat bey dem Parlementin Paris. Noch in dem acht und llebzigsten Jahre wardeine neue Ausgabe feiner äuvLmlis gclicfrrt und diese Aus»gäbe wurde von allen unkeuschen Einfällen gereinigt.Immerhin hatte Beza diese Jugendsünden nicht nur be-reut, sondern auch durch andre lehrreiche und erbauliche

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