Calvins. Je langer je mehr gelang es diesem- BezensTalente zum Dienste der Kirche brauchbar zu machen;auf Antrieb seines väterlichen Freundes übersetzte Bezadie noch übrigen hundert Psalmen in französische Verseund sie wurden im I. r;6l mit königlicher Freyheit ge-druckt. Nach seiner Genesung von der Pcstseuche schrieber einen religiösen Lob, und Dankhymnus.
Eine der merkwürdigsten Schriften, die Beza wäh-rend seines Aufenthalts in Lausanne herausgab, ist dieAbhandlung 6c sjTrcticig 2 MZistrstu punienäis. Indieser Schrift suchte er die Hinrichtung des Srrvets ge«gen den Castalio zu rechtfertigen; dabey vergaß er aber, daßseine Lehrsätze anderstwo seinen eignen Glaubensbrüdrrngefährlich seyn könnten.
Als Professor in Lausanne schrieb er auch eine kurzeErklärung des Christenthums ex stoürms äe -ecerne vcixi-XäekinJtione ; eine Antwort an Joachim Westphalusüber das Nachtmal; über den gleichen Gegenstand zweyGespräche gegen Tillemann Heshusius und eine Wicdecle,gung des Castalio in Betreff der Lehre von der Prädesti-nation. Noch hatte Beza sein Jugendfreier und seine»Spottgcist nicht völlig gemäßigt, und in einigen dieserSchriften waren ihm muthwillige Einfälle entwischt,die er bey nachhingen Ausgaben ausgemärzt hatte.
Im I. lt?7. hatte man die Hugenotten zu einertheologischen Versammlung nach Paris berufen; vierhun-dert Personen waren erschienen; sieben davon wurdenrum Scheiterhaufen verurtheilt; die übrigen schlug manin Fesseln. Beza begab sich hierauf als Dcputirter mitFarel und Joh. Bude an den churpfälzischen, landgräf,iichhcßischen und herzoglich-wirteubergischcn Hof und sieErhielten von diesen teutschen Fürsten, daß sie sich derfranzösischen Hugcnottl?mit Eifer annahmen: wenig in,richteten die Empfehlungen bey König Heinrich !I.