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aus. Auf feiner Reise hatte Beza das Vergnügen/ inFrankfurt mit Melanchton zu sprechen.
Im I. 155Y. ließ sich Beza in Genf nieder; baldhernach ward er Calvins College bey der Akademie fowol als bey der Kirche. Auf Antrieb einiger Grossendes Königreichs ward er nach Nerac geschickt/ um denKönig von Navarra, wo möglich/ auf die refonnirteSeite zu bringen. Zum Nachtheile der Prinzen vom Ge»blute/ hatten sich damals/ unter der Regierung FranzII. die Guisen des unumschränktesten Eingusses beinäch.tigt. Auf dringendes Einladen des Königs von Navarrabegab sich Beza mit Erlaubniß der Genfer-Regierungauf das Rcligions.-Colloquium nach Poissy; sehr geschicktschien' er zu dieser Unterhandlung, als ein Mann vonWelt und Lebensart/ von schnellem und lebhaftem Witze,von ausscrordentlicher Gelehrsamkeit. Bey einer' an sichselbst ganz unschuldegcn / aber mit Vorsatz mißdeutetenVergleichung nahmen der Kardinal Tourno» und die Prä-laten Gelegenheit ihn einen Gotteslästerer zu schelten.Da aber weder der König noch die Königin, noch irgendeiner der Prinzen ihm Stillschweigen gebot, so fuhr erin seiner Rede mit besonderer Geistesgegenwart fort biszu Ende. In der ganzen Folge- des Gespräches bcwicßer ungemrin viele Geschicklichkeit und niemals ließ er sich in dieSchlingen des Kardinals verstricken. Nach dem Schlußdes Colloquiums gieng er nicht sogleich wieder nach Genfzurück. Catharina von Medicis suchte ihn zu bereden,daß er als Franzose in seinem Vaterland sich festsetzensollte. Mehrmal predigte er bey der Königin von Na-varra, bey dem Prinzen von Conde und in den Vorstäd»ten von Paris.
Nach dem Niedermezcln zu Vassy, den r. Märi7^62. ward er an den König abgeordnet, um sich übersolche Gewaltsamkeiten zu beklagen; bald darauf entzün-