Band 
Erster Band.
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die Anzahl der Mönche war auf sechse hermrtergeschmok;en; drey von.diesen begaben sich bald hernach auch weg.Aus dem Kloster erhielt Musculus ein Iahrgehalt vonacht Gulden. Mit dem wenigen Gelde geht er nachStraßburg. Da es zu stimm Unterhalte und zum Un,terhalte seines Wetbes nicht hinrezchele, so trat letzteresals Hausmagd bey dem Stadtpfarrer Lhcobald Nigri inDienste; er selbst aber lernte das Wcbrrhandwerk; un»glücklicher Weise war er auf einen widertäuferschen Lehr«meister gefallen. Nach mancherley Zänkercycn ward ervon diesem aus dem Hause gestoßen. Aus dringenderArmuth hatte er sich rtzo unter die Schanzengräber auf-nehmen lassen. Als er zu feinem Weibe kam, vernahmer, daß ihn der Bürgermeister und Dr. BuceruS imgrossen Münster erwarten. Von denselben erhielt er denAuftrag, daß er alle Sonntage nach Dorlizheim hinaus»gehn und daselbst das Evangelium predigen solle. DiesesDorf ist ungefähr drey Meilen von Straßburg entferntund liegt in der Nähe von der bischöflichen Stadt Molz-Heim. Jeden Sonnabend gicng also Musculus hinausund hielt noch eine Predigt; des Sonntags drey Predig»len und Montags kehrte er nach Straßburg zurück.Daselbst gab ihm Bucer in seinem Hause Wohnung undNahrung; dafür that er ihm die Dienste eines Copisten»Bucer schrieb äusserst unleserlich; Musculus hingegenhatte eine schöne Handschrift.

Nach einigen Monaten, als sein Weib ^er Niederkunftnahe war, ließ er sich in dem Dorfe selbst nieder.Gemeindsgcnvffen beschenkten ihn mit Geräthe; übrige»mußte er sich ärmlich behelfen. Ein ganzes Jahr la»§verwaltete er den Pfarrdienst, ohne den geringsten Lob»bekommen oder zu fordern. Der Abt zu Hohenforst be-hielt den Ktrchenzehnten für sich selbst, ohne dem pr^stantilchen Geistlichen das Geringste abfolgen zu lasse» ->