endlich ward er von der Obrigkeit ;u Straßburg mireinem Gehalt aus der Schatzkammer unterstützt. Noch-weit mehr aus theilnehmcndem Wolwollcn als aus öko»nomischen Absichten rröfiietc er eine Schule.
In dem benachbarten Kloster St. Johann wurdenalljährlich besondere, feycrliche Reden gehalten; auf Ver»langen seiner Gcmeindsgenossen wohnte nun MusculuSdiesem Iahresfcste auch bcv. Der Mönch predigte überjene Stelle an die Ebräer; Ohne Glauben ist es un-möglich Gott zu gefallen. — Eifrig zog er loS gegmalle Lutheraner, besonders auch gegen die Straßburger.Beym Heruntersteigen von der Kanzel gieng Musculusauf ihn zu; Höre nunmehr, sprach er, du Betrüger,hör nunmehr auch mich; vor der grossen Versammlungiver5e ich deine Falschheit entdecken. Hierauf bestieg erselbst die Kanzel und erklärte die gleiche Stelle; zugleichbewieß er, daß die Lutheraner, anstatt den wahren, altenGlauben zu verläugnen, denselben vielmehr wieder her«vvrziehn. Haufenweise war das Volk zusammengelaufen;die Mönchen drangen sich, einer nach dem andern,hervor; der Klosterverwaltcr unterbrach mit Schelten diePredigt und fragte den Musculus: Wer ihm hiczu dieErlaubniß gegeben hätte? — dieser kehrte die Frage um,indem er sagte : — „ Und wer hat dir die Erlaubniß« gegeben, diesen lügenhaften Mönchen auf die Kanzel-- in stellen, diesen schwarzen Vcrläumder des SenatS" und des ganzen Volkes zu Straßburg? Mir hingegen" liegt die Pflicht ob, daß ich meinen Magistrat gegen" ungerechte und falsche Beschimpfungen in Schutz nehme."Hierauf fuhr er in seiner Predigt fort; anstatt der Dräu«^vrte, bediente sich der Klosterverwcftr nunmehr des^ittens und Flehens, daß er endlich aufhören sollte, es, °chte sonst Tumult und Aufruhr entstehen. — Muscu.^ ermähnt ihn, ruhig zu bleibe» und beschwört das