Band 
Erster Band.
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Volk, baß eS zu keiner Verwirrung Gelegenheit gehe. —Auf solche Weise gelingks ihm, stine Predigt zu Ende zubringen ; zu Straßburg hatte er sich dadurch viele undangesehene Freunde erworben. Ein Jahr hernach warder als Diacon in die Stadt berufen. Aus Bescheiden,sieit wollte er diesen Beruf ausschlagen ; allein man zwangihn zur Annahme desselben Bey dieser Stehe gelang esihm, daß er auf die erste Predigt h,n, die er zu Dosna,unweit Neuwyler hielt, die ganze Gemeinde von demPapstum auf die reine, evangelische Lehre zurückführele.Nur sechs Wochen lang predign er in diesem Dorfe undkam wieder nach Slraßburg. Während der V rwalrungseines Diacouats besuchte er fleißig die theologische'! Vor»l-sungen des Wolfgang Capito und des Marun Bure»rus; auch fieng er an die ebräische Sp ache iivdnrcn,und schrieb mit eigner Hände ein Wörterbuch zusammen.In kurzer Zeit las er nicht nar die heiligen Bücher, sonverauch die caidäifchen Ausleger und die dunkelsten Com-mentarien der Rabiner.

Zwey Jahre hernach, im Jahr r?;r. ward er nachAugspurg berufen. Daselbst verwalkete er seinen Pfarr-dienst sieben Jahre lang, nicht ohne ausserordcnt! cve Ver-drießlichkeiten; bald hatte er gegen die Papisten, baldgegen die Wiedertäufer zu kämpfen. Die letzten» triebendie Unfugen so wut, daß sie zur Zeit, wenn sich da?Volk versammelte, in die Kirche hineindrängen und vonder Kanzel ihre aufrührischen Lehren verkündigten»schon liefen sie Gefahr, von dem Magistrate als Emp *rer behandelt zu werden: Mmculus aber that s"NMöglichstes, um sie durch gelindere Wege von ilM"Irrthum zurück zu führen; er besuchte sie in dem Ge-fängniß, ihre Beschimpfungen und Verwünschung"hielten ihn nicht ab, durch zuvorkommende Liebe au -ihre Liebe zu gewinnen und so gelange ihm, mehre