Band 
Erster Band.
Seite
151
JPEG-Download
 

derselben wieder auf die richtigen Pfade zu leiten.

In seiner Bestreitung der Catholicke» war er so glücklich,daß auf Befehl des Rathes im I. die meisten,

«nd cm I. rz;?. gar alle Kirchen von den päpstlichenGeistlichen geräumt wurden; er selbst erhielt die Pfarrcybey der Marienkirche.

Mittlerweile hatte er sich bey dem augfpurgifchenLehrer Tystus Belulejus in dem Studium der griechi-schen Sprache vervollkommnet; verschiedene Comment«,rien des Ehryfostomus über die paulinischen Sendschrei-ben/ wie auch seiner Anslemmg über die Psalmen, fer-ner einige Schriften des Christus und Athanastus, desEufebius, des Socrates, Sozomenes, Theodors u. a^übersetzte er in das Lateinische. Auch in der Profange-schichte vermehrte er die schon vorhandenen fünf Bücherdes Polibyus mit zwölf Abschnitten im Auszngc. Erstnach dem vierzigsten Jahre seines Alters legte er sich aufErlernung der arabischen Sprache, und zwar ohne einigefremde Handle,tung. Von ftinem Freunde BonifaziusLycosthencS hatte er einen Psalter in fünf Sprachen .bekommen; hin »nd wieder sammelte er daraus die eigen-thümlichen Namen, die mehr oder weniger in allen Spra,chen gleich find; aus diesen Namen zog er ein voststän,digcs, arabisches Alphabeth und vermittelst seiner Kennt"biß verwandter Sprachen, als z. B. der ebräischen undber chaldäischen, gelangte er gar bald zu besserer Kennt"biß auch der arabischen Sprache.

Im I. r?;6. wurde zu Bcytegung des Nachtmal,weites in Eisenach eine.zahlreiche Synode gehalten; aufBefehl seiner Obrigkeit zog Musculus mit seinem AmtS,Rossen, Bonifazius Lycosthenes, auch hin; da wegenkränklicher Le:bcsbcfchaffcnheil, Luther sich nicht persönlich^bsinden konnte, so begaben sie sich „ach Wittenbera»