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Erster Band.
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Die öffentlichen Synodalverhandlungen find Zeugen,wie verlragsam unsers Musculus Gesinnungen gewesen.

Als in den Jahren 1540. auf den Reichstagen zuWorms und zu Rcgenspurg Rcliaionsge,»räche zwischenden Catholiken und den Protestanten gehalten wurden,so wohnte auf Befehl der augspurgischen Obrigkeit dielenGesprächen Musculus auch bey; würklich war er öffent-licher Schreiber bey der Unterredung zwischen Mclanch,ton und Job. Eccms; auch predigte er zweymal gegenden Mißbrauch der Messe, und diese Predigten erschienenseither im Drucke; als sie hernach von Joh. Cochläusangegriffen wurden, so setzre er diesem in teutscher undin lateinischer Sprache seinen LmicocKlLus entgegen.

In. I. r;44. ward Musculus für einige Monate vondem Rathe zu Augspurg der Stadt Donauwcrth über-lassen; nachdem er daselbst den Grund zur GlaubcnS-verbessernng gelegt hatte, so kehrte er im folgendenJahre nach Augipurg zurück und schrieb seinen lateinischenCatcchismus.

Nach dem unglücklichen Ausgange des smalkaldischenKrieges kam Kayser Karl V. im I. 1547. m,t seinemBruder, dem römischen Könige Ferdinand, im Gefolgtvieler Fürsten, Kardinäle und Buchöffe nach Augipurg;damals wurde die Kirche unsrer l. Frauen dem Muscu-lus entrissen und in die Hände des Kaysers geliefert;nichts desto weniger fuhr Musculus mit gleichem Effetund Muthe in seinem h. Amt fort; unter denjenigen,die ihn deswegen bey dem Kayser anschwärzten, wareiner der heftigsten Michael Sidonius, bischöfi'^*Vicar zn Maynz; um ihn gegen so viele Feinde si<^zu stellen, erhielt er eine obrigkeitliche, bewainett Wa-che , die ihn von Hans aus zur Kanzel und von der Kan-zel nach Hause begleitete. Sehr sst trieben die Bediendes Kardinals von Augspurg vor seiner Thüre den au -