Band 
Erster Band.
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gelassensten Muthwill und bestürmten seine Fenster mitSternen; kein Gespött, keine Nachstellungen, keine Ver-laumdungen, keine Todesgefahren schreckten ihn aber vonder freymüthigsten Verthaydigung der Wahrheit ab. Sehreifrig widersetzte er sich in Schriften und Predigten derAnnahme des Intei-imn; zum voraus verkündigte er denAugspurgern, so bald sie sich dazu verstehen werden, sowerde er ihre Mauren verlassen; und er hielt auch seinWort, nachdem auch sie schwach genug waren, sich die.sem so nachthriligen Svruche zu unterwerfen. Mittler-weile ließ er sein Weib und acht Kinder zurück, umanderstwo Zuflucht zu suchen. Ueber Lindau und Kon,stanz kam er auf Zürich; daselbst verweilte er einigeTage bey Bullingern ; hierauf begab er sich zu Ioh. Her-vagius nach Basel, auch sein Weib unternahm izt mitden acht Kindern die beschwerliche Reift; er gieng ihnennach Constanz entgegen; daselbst predigte er an gleichemSonntage zweymal und ermunterte die Zuhörer zur Stand'hastigkeit, damit sie sich nicht durch das Beyspiel sovieler schwacher Brüder zum Abfalle hinreisten lassen;allein bald hernach wurde die Stadt von den Svaniernrrvbert und fruchtlos blieben die Predigten des Muten,lus. Während der Belagerung flüchtete er sich, aufseiner Freunde und besonders auch des Ambrosius Blas-ers Anrathen, mit Weib und Kindern in das benach»borte Helvctien. Nachdem er drey Tage lang zu Bi.schofzell ausgeruht hatte, ward er von dem gelehrtenBürgermeister Joachim Vadian nach St. Gallen beru-; daselbst lebte er einige Zeit mit seiner Haushaltung^>f obrigkeitliche Unkosten; die zu Konstanz während derBelagerung ausgestandenen Schrecken und so viele andrefrüher, und Beschwerlichkeiten hatten seine Gattin auf"s Krankenlager geworfen; nach ihrer Wiederherstellungkstab er sich mit der ganzen Familie nach Zürich; sechs