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erste v-a! im I. i?;4 seine erste Gemahlin, Anna Stu»kin — das andre mal im I. seine zweyte Gemah,lin, Barbara Schornin, verloren.
Je mehr das Schiff des Staates von gefährlichen.Gewitterwolken bedroht war, desto mehr Klugheit undStandhafkigkeit wurde von dem Steuermanne erfordert.Seit langem hatte Tschudi allgemeines Zutrauen vcr-dient. Im I. i;;6 ward er in dem Kanton Glaruszum Statthalter — und im I. i?-:8 zum Landammanneerwählet. Im I. war er einer von den eydgenößi.sehen Gesandten, welche auf den Reichstag zu Augspurgabgeschickt wurden und daselbst von Ferdinand I. die Be-stätigung der cydgenößischcn Rechte uno Freyheiten er-hicltcu. Von dem Kayser-wurde Tschudi mit einer gül.denen Kecke und mit den ehrenvollsten Diplomen beschenkt.
Durch uncrmüdcle Arbeit und sein sitzendes Leben zogsich unser Gelehrte die schmerzhafte Krankheit des Steinsz». Bey jedem Anfall des Schmcrzens, um ihn destoeher betäuben zu können, eilte er sogleich zum Pulke undvergaß unter heftiger Geistesanstrengung der Zerrüttungdes Körpers. Er starb den 28. Hornung i;?s in dem6üstcn Jahr seines Alters.
Don Jugend auf vertraut mit den alten, griechische»Und römischen Scribcmcn, war bisher Tschudi mehr inRom und Athen als in seinem eignen Vaterlande zuHause. Natürlich stieg in seiner Seele der Wunsch auf,auch dieses genauer kennen zu lernen. Zu seiner Zeitaber waren noch sehr wenig helvetische Geschichtschreiber
öffentlichem Drucke erschienen. Unsers Wissens warAckermann Ettcrlins Chromes eines der ersten helvetischen^schichtbüchcr; welches zu Vasel im I. 1507 heraus-E'«m. Wol mochte Tschudi sich dieses Werkes bedient ha-kU; noch mehr und besser aber einer Handschrift desWerner: Schvdelers, woraus auch Etttrlm das Meiste gr-