Band 
Erster Band.
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borgt hat. Schodeler lebte zu Bremgarten in der Mittedes fünfzehnten Jahrhunderts; aus verschiedenen/ zer»streuten Nachrichten hatte er eine Schweizer - Chronickzustimmen getragen; groffentheils ist fie in Tschudis Werkeingerückt worden; diese und hundert andre Handschrif-ten nutzte Tfchudi mit Geschmack und mit critischer Aus»wähl-, sorgfältig wußte er Pas Gold der Wahrheit vonden Schlacken der Legenden zu scheiden; zu diesem Endehin blieb er bey den Denkschriften allein nicht stehn; erschöpfte aus der Quelle in den öffentlichen Archiven derKantone so wol als der verschiedenen Klöster zu St. Gal»len/ Einsicdeln/ Pfeffers/ Diffentis/ Muri/ Rhema»/Wcttingen/ Schennis u. s. f. Zugleich unterhielt erBriefwechsel mit den gelehrtesten Männern/ Vadian/Rhcnan/ Gkarean/ Nie. Bricffern u. a. Wie groß seinReichthum an Büchern und Handschriften gewesen, be-wcißt sein litterarischer Nachlaß auf dem Schlosse zuGrcplang, wovon seither wichtige Stücke theils in d>eAbtey St. Gallen/ theils nach Zürich und anderstesverkauft worden.

Schon im I. i;;8 kam Tschudis Beschreibung desalten Rhäkierlandes zu Basel heraus; Münsters latti»uische Uebersetzung ward hernach in öckmäu Scnpt.rer. gsrm. eingerückt. Ungeachtet aller günstigen Auf»nähme/ wollte der Verfasser diese Schrift niemals fu^seine vollendete Arbeit erkennen; schon in seinem dreyund zwanzigsten Jahre halte er sie/ auf Glareans Au»suchen / verfertigt; dieser ließ ihm zur Ausfeilung u»Vollendung keine Zeit mehr,, sondern nahm die Hau^schrist mit sich nach Freyburg. Daselbst konnte erMtN"sterS dringendem Anhalten nicht wicrerstehn; indeß b ofür fünf Tage anvertraute er diesem die Handsevnft; ll ^gen alle Image ließ sie während dieser Zeit Münster ^pirrn / übersetzte sie m>d gab sie nebst den gcographü