——. - 8 /
Tabellen in deutscher und in lateinischer Sprache heraus,Ungemem war hierüber Tschudi betroffen; er beklagte sichund that, was er konnte zur Unterdrückung des unvol-,lenveten Werkes; es war aber zu späte. — Seither ar-beiiete er immer an der Verbesserung und Ergänzung des-,selben; erst in dem fünf uyd sechzigsten Jahre brachte erdresc Arbeit völlig zu Stande.
Auch hatte er einen eignen Band von Mappen undSiegeln der alten, adelichcn Schweizergeschlechter, mithistorischen Anmerkungen gesammelt.
Wie eifrig er in Behauptung des katholischen Glaubensgewesen, beweisen unter andern, seine zwo theologischeAbhandlungen, die eine vom Fegfeucr, die andre vonAnrufung der Heiligen. Keineswegs indeß war er blinhgegen die Mißbräuche des Papstums; mit vieler Unpar»theylichkeit schreibt er in seinen Annalen yon den aus.schweifenden Sitten des Klerus und von der Habsuchtder Klöster.
Sein ganzes Leben durch hatte er an der Chrvnickgearbeitet. Erst nach seinem Hinschcid wurden die dreylomi zu Greplang, die einen Zeitraum vom I. 1200.his 1470. in sich begreiffen, genauer zusamengehcftet;das übrige alles blieb zerstreut und ohne zusamenhängen.de Verbindung. Ein einziger Band, der sich an sichermOrte befindet, wurde noch kurz vor seinem Tode ins Reinegeschrieben; er enthält die Geschichte» vom I. 1000, bis,;7v. Ganz oder zum Theil sind die Kopeyen dieserSchriften in die Klöster Pfeffers, Einsideln, Muri, En.gklberg u. a. gebracht worden. Ihrer erwähnt Bullingerin der ttilt. llelv. Mc. unter dem Namen Ilckuäii Lot-leAsnum; Stumph gesteht, daß er sich der Tschudi,scheu Schriften häufig bedient habe. Eine Copey davon,welche der Gras von Trautmannsdorf in der Abcey Murrbesorgen ließ, wurde in die kayscrl:chc Bibliothek nach