Band 
Erster Band.
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oft schlief ich unter freyem Himmel oder im Stalle. VonTreßden kam ich nach Breßlau; da gieng ich zur Schuleund nährte mich und meine Gefährten durch Singenvor den Thüren; überall hatte ich vollauf; zuweilen gabman mir so viel zu trinken, daß ich mich unversehens be,rauschte. Emes Tags als ich auf dem Markt bettelte,gefiel meine Miene einem gewissen vornehmen Herrn,Names Fugger, so wol, daß er mich an Kindcsstatt an,nehmen wollte. Ich sagte ihm, daß ich nichts ohne Er-laubniß meines Vetters thun dürfte. Auf dessen Befehlalso mußte ich das Anerbielm ausschlagen. So oft ichindeß vor Fuggers Hause vorüber gieng, ließ man michniemals leer weggehn. — Im Winter ward ich wegenlang mrrigcr Krankheit in den Spital gebracht; daselbstwurde ich von dem Ungeziefer sehr Übel geplaget. — Inder Schule hatte ich wenig gelernt. Zu St. Elisabethlastn auf einmal zu gleicher Stunde und in gleicher Stubeneun Laccalsurei: von der griechischen Sprache wußteman noch gar nichts; gedruckte Bücher besaß niemandals der Lehrer; dieser hatte einen Tercnz; alles wurde zu»eist dictirl, hernach distinguirt, weiter construirt undendlich cxvonirt. Von Breßlau zog ich mit meinen Bach»anten wieder auf Dreßden; die Hungersnoth trieb unSium Raub an; die einen staken Brod, die andern Gänseu. s. w. Wir kochten vor der Stadt unter offenen Him»wcl; vom Thurm her schoß man auf unS; wir flüchtetenUns in ci„ Gehölze. Von da begaben wir unü nach Nürn»berq und weiter nach München. In München kamen^ und mein Vetter zu einem Seifensieder, Hans Schräll;Ek war lVlagilier Vienenlis, aber das Pfassenwerk warch>n verhaßt; weit öftrer half ich thm bey der Siederey*"s daß ich die Schule besuchte; der Frau im Hause war'ch sehr Ueb, weil rch ihren alten, schwarzen, blindenHund pflegte und leitete. — Endlich reisten wir wieder