«ach Wallis. Zum dritten male hatte sich meine Muttervcrheuratet; wenig Zuflucht fand ich bey ihr; ichlebte also bey meinen Basen, besonders bey Muh,me Fransy und beym Vetter Simon Summrrmater.Nicht lange, so zogen wir wieder auf Ulm; abermalmußte ich mich und die Bachanten mit Betteln ernähren;nicht selten quälte mich der Hunger, und den Bachantenbrachte ich Speise, oder ich wurde von ihnen gegeiselt.Eine fromme Wittwe hatte Mitleiden mir mir; oftmalswickelte sie im Winter meine rrfrornen Füsse in Bei!ein, gab mir eine Suppe und ließ mich dann gehen;vor Hunger jagte ich den Hunden die Beine aus derGasse ab. — Von Ulm kamen wir auf München; gegenNacht giengen wir auf den Kornmarkt, um auf denKornsäckcn zu schlafen. Etliche Weiber fassen an derStrasse; als sie hörten, daß wir keine Hcrberg hatten,sagte eine Flcischerin, auf die Nachricht, daß wirSchwerer wären,' zu ihrer Köchin: Eil und häng denHafen mit Suppe und Fleisch über; die Leute musst»bey mir übernachten; allen Schwerem bin ich hold.Morgens darauf ließ sie die andern gehn, mich aber be->hielt sie bey sich, und ich diente ihr in ihrem Gewerbe;zugleich mußte ich für die Bachanten mit Betteln denUnterhalt suchen; die Frau wollte dieses nicht dulden»da ich weder dieser noch jenen recht thun konnte, soverließ ich München Mit traurigem Herzen; als ichverlassen auf einem Hügel saß und wainete, kam e>Bauer mit einem Wagen; mit diesem fuhr ich,ausspannte; inzwischen bettelte ich im Dorfe; "iÄweit davon wartete ich seiner, entschlief aber; beoErwachen wainete ich herzlich, denn ich sah den Baunicht mehr; mir wars, ich hätte den Vater verlöre 'endlich kam er, stark berauscht, und wir fuhren wer '
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