Band 
Erster Band.
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Immer mußt' ich mich in Zürich armselig behelfen,bis mich Meister Heinrich Werdmüller zum Informatorfür seine Söhne annahm; in dessen Hause speiste ich täg-lich zu Mittag; nunmehr studirte ich mit ausservrdentli-cher Anstrengung, zu gleicher Zeit die lateinische, grie.chjsche und ebräische Sprache; um die Nacht durchwache zu bleiben, nahm ich kaltes Wasser in den Mundoder rauhe Rüben, Sand u. s. w. damit ich beym Ein,schlummern die Zähne anstossen und aufwachen möchte.Für mich selbst und allein las ich den Lucian und Homerund verglich das Original mit der lateinischen Ucbcr-setzung; einigen Kostgängern des MyconiuS, unter an-dern auch Conrad Geßncrn erklärte ich den Donat. Indemich andere lehrte, lernte ich selbst. Bey Tbeoder Bibst-ander studirte ich die ebräische Svrachkunst; die lezteKrone von meinem vätterlichen Erbtheil verwendte ichauf eine ebräische Bibel. Der Pfarrer zu Mettmensteltenruhte nicht, bis ick zu ihm gieng, und ihm Unterrichtin der ebräischen Sprache gab. Von da kam ich voneinem Pfarrer znm andern, unter denselben zu einem,der über achtzig Jahre alt war, und noch ebräisch lernenWollte. Indeß halte ich vielmal die Worte gehört:3m Schweiß deines Angesichts sollt du dein Brod essen,"nd wie Zwingst sagte: Man sollte die Jungens zurArbeit ziehn; ohnehin wären der müßigen Geistlichen zud'ele; übcrdieß kam von Luzern ein feiner junger Ge-lehrter, Rudolf ColinnS, der das Seilerhandwerk lernte;bey diesem lernt' ich das gleiche Handwerk; wenn erRaubte, daß ich schlief, stand ich auf, las im Homerdnb durchblätterte heimlich des Meisters Uebersetzung;"dch bey der Arbeit trug ich den Homer mit mir. Ein»Wal beym Nachtessen fragt' mich Collin: Platter, wielebt Pjndar an? Ich sprach: ^riston men to h^clor»^ reichte mir den Wasscrkrug und sagte lachend: Wol-