Los
wo nie uns niederliessen. Mit dem Seilerhandwerkeverband ich das Schulhalten: von den Schülern beka,mcn wir viele Geschenke; mein Weib handelte nurOo»;auch verkauften wir etwas Wein bey der Masse. Wnwolmein Weib gerne in Wallis war, so gedachte ich kochheraus; vorher kam sie mit ihrem ersten Kinde zu Dichnieder.
Der Bischof, Adrian von Riedtmatt, wollte mich inWallis zurückbehalten; er versprach mir gute Beioldungund die oberste Aussicht über alle Schulen des Landes:allein ich bat um Erlaubniß, noch etliche Jahre reisent» dürfen. Mein Kind nahm ich auf den Rücken, undso kamen wir mit unserm wenigen Geräthe und eiwaSGeld wieder auf Zürich; von Zürich auf Basel; an lcz«term Orte ward ich Ovorins Provisor mit einer Bescl«düng von 40 Pfunden. Ich kaufte eine kleine Ton..emit Wein; darüber entstand zwischen uns Ehestreit; zu>nWeibe sprach ich: Trink du, du mußt säugen; »0 sprachsie: Trink du, du mußt studieren und in der Schule dieZeit mühselig zubringen. Indeß war ich wegen strengetArbeit und schlechter Nahrung vom Schwindel geplagt.Ein berühmter Arzt, Joh. Emphanius, sagte, wenn ichimmer bey ihin wäre, so sollte ich bald gesund seyn. bgirng als bischöslicher Leivarzt nach Brunirui; meisWeib und ich begleiteten ihn als Bediente. Bald h^*nach starb daselbst unser liebes Kind an der Pcstseuch^Mein Weib war ganz niedergeschlagen und man war we-gen ihrer Gesundheit besorgt. Auf Anrathen des LeibaN*tcs, unsers Herrn, führte ich sie nach Zürich. Als ichallein nach Bruutrut zurückkam, fand ich meinen Herrenganz berauscht beym Tische; seine Frau lag oben kranan der Seuche. Ohne ihr etwas zu lagen, rill er nw^gens mit mir nach Tell,pcrg zum Bischof. In derN^wurde er auch von der Pest angegriffen : er mußte au