Band 
Erster Band.
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gänzlicher Trennung druckte ich ,'tzo für mich allein, jedochnicht änderst Verdingweise. Gleichwol geriech ich inSchulden. Mein alter Gönner, Conrad Rösch, sagtemir vielmal: ,, Thomas, hüte dich am meisten vor den,, kleinen Schulden; viel klüger ists, einem Einzigen tau-U send Gulden schuldig zu seyn als zehn oder zwanzig?«;„ die Hündlein schrcyn viel lauter als ein grosser Hund,, den man leichter besänftigt. „ — Eme nicht wenige,heilsame Lehre gab mir Cratanter: „ Unter memcn„ Gläubigern sollten mir allemal diejenigen die liebsten„ seyn, die mich am meisten zur Bezahlung antrieben."Ich hatte zwo Töchter und einen Sohn; ich lag vieleWochen lang krank und war bey 14.00 fl. schuldig. In-deß gewann ich wieder viel von meinen zwanzig Kostgän-gern, und so konnte ich nach und nach meine Schuldenbezahlen. Endlich gab ich den Druckergewerd auf undwurde Schulhalter auf Burg. Hierüber hatte der Magi-strat alles mit mir in Ordnung gebracht, ohne daß dieUniversität davon wußte; sie ließ mich ihren Unwillenbitter empfinden; die Professoren wollten mich verhindern,über die Dialectick zu lesen r Allein unter obrigkeitlichemSchutze achtete ich ihre Einwendungen wenig. Der Streitdauerte bey sechs Jahren. Sie befürchteten eine Abnah-me ihrer eignen Schüler; überall suchten sie meintSchule unter ihre Gewalt zu bekommen; endlich wurden-e Meister darüber und meine Classen mußten in ihrerAnwesenheit geprüft werden. Ich hatte geglaubt, d>eLxsmin» wären zur Beobachtung des Fleisses der SckM'ler bestimmt; nun aber sitzen die Examinatoren da undschwatzen; solche Schulprüfungen taugen nicht das ge-ringste; jeder Schüler kann nur wenige Zeilen dahersagen, und so kehrt man zum folgenden; nur auslercy erscheinen die Herren, damit man denken sollte, siseyn äusserst fleißig und wachsam.