Band 
Erster Band.
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der Margaretha Bianca, aus dem vornehmen, IsacischenGeschlechte; er hcnrathetc sie und begab sich mit ihr nachi Casale, woselbst sie einige Jahre in der wünschenswür-digstcn Sorglosigkeit mit einander verlebten. Auf diewiederholten und dringenden Vorstellungen seiner Freundebegab er sich hernach in sein Vaterland zurück, woselbster eine reiche Erbschaft erwartete; alle seine Bruder undSchwestern waren gestorben; niemand lebte mehr als dieeinzige Schwester Maria; diese glaubte, daß er bloß ge-kommen sey, einen freundschaftlichen Besuch abzustatten,und >o war er ihr und ihrem Gatten ungcmcin willkom-men; allein gar bald verwandelte sich die Liebe in tödt-lichen Haß, als er von Erbtheilung z» sprechen anficng.Fälschlicher Weise nämlich beredete die treulose Schwesterden Bruder, daß er der Religion wegen in Gefahr sey,

^ um ihn dadurch, mit Hintansetzung des väterlichen Erb,gutes, zur Flucht zu bewegen. Würklich begab er sich,mehrerer Sicherheit wegen, in eine benachbarte savoischeLandstadt. Zufälliger Weise hörte er daselbst einenMönch von Turin, der sehr heftig gegen Luthern loszogund ihm unter anderm Schuld gab: daß er unter demscheinbare» Vormunde der christlichen Freyheit jede Aus-schweifung erlaube und Christum weder für einen SohnGottes, noch Marien für eine Jungfrau erkenne. Nachgeendigtcr Predigt erhielt Cöljus von. Obersten des Ortesdie Erlaubniß zu öffentlichem Vortrug. Durchgängigherrschte »cycrliches Stillschweigen, und er fieng so an:„ Wichtige Vorwürfe hast du den Lutheranern gemacht," ehrwürdiger Pater, allein wenn und wo hat Luther so-- was gcichrct t zeig mir das Buch und die Stelle, die» w was enthält?" Der Mönch erwiederte, daß ihm so-gleich aus dem Stegreife eine solche Anzeige nicht mög->cy; in Turin aber woll' er ihm dieß und mchrcrcsunüberwindlich beweisen. Cdlius versetzte r Ich hingegen