werde ohne Anstand aus Luthers eigenen Schriften da-Gegentheil zeigen. Hierauf zog er Luthers Auslegungüber tns Sendschreiben an die Galatcr hervor und laseine weitläufige Stelle, geradezu den Mönchen entgegen.Der Adel so wol als der Pöbel entrüstete» sich fo sehrüber den mönchischen Vcrläumder, daß sie auf ihn los»stürmten, ihn schlugen und nicht ohne unmittelbare Zwi»schenkunft des Stadtoberstcn loslicssen. Nach seiner Zu»rückkunft in Turin beklagt sich der Mönch bey dem In-quisitor ss wol als bey dem Bischof. Durch seine Tra-banten läßt dieser den Cölnis gesanglich nach Turin fuh-ren. Bcvm Verhör muß er wegen seiner ehmals vorge-habten Reise nach Deutschland Rechenichaft geben; manbetragt ihn über die entwendeten Rclignicn und machtihn der Kätzcrcy wegen verdächtig. Voll Muth unterziehter sich den Qualen des Kerkers und verachtet jede Mar-ter des bcvocsirhenden Todes. Mittlerweile war der Bi-schof um dem Hasse so vieler angesehenen Freunde des Cö-Iu,s zu entgehen, nach Rom verreiset; aus ivlche Welltsollte es den Anschein gewinnen, als wäre alles, was ge-gen den Gefangenen verübt worden, aus unmittelbarenBefehl des Papstes geschehen. Die Verwahrung des Cö-lius wurde inzwischen einem gewissen David, einem Vru-der des Cardinal Cibo, anvertraut; dieser wirst itm inein engeres Gefängniß, schlagt feine Beine in ichwccre,eiserne Fußbänke und läßt ihn von zween Wächtern be-wachen. Tags darauf bemerkte CöliuS, daß er ehmalsin der Kindheit auch in diesem Hause gewohnt habe; ererinnerte sich der Lage und jeder Gegend desselben; h^aus fieng er an, aus seine Rettung zu sinnen; in denF"^banden waren seine bceden Füsse aufgeschwollen; er er-hielt also von den Wächtern, daß sie ihm den einen Fufrey liessen, damit er nach Heilung desselben auchandern frey bekommen und hellen lassen könnte, ltn "
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