abgelegt haben. Er erscheint nicht eher wieder öffentlichals im Jahr Damals war er zu Luzern Lehrer
der Gottesgelehrthkit. * Hier wurde den r;. April honden Kantonen ein feyerliches Religionsgespräch nach Ba->den ausgeschrieben. Zu. diesem Gespräche wurden von denkatholischen Kantonen, nebst Eck und Fabrr auch Murneegeschickt. Die Disputation dauerte achtzehn Tage, undendigte fich fruchtlos. Nach Cnd!gung derselben laßMurner seine vierzig Schlußlätze wider Zwingli, mitfeyerlicher Erklärung gegen die anwesenden Gesandten,er werde Zeitlebens die Lehre Zwinglms bestreiten, undzugleich mit der Lehre seine Person, indem er ihn alsden ärgsten Bösewicht schilderte. Einseitig gaben einJahr hernach die katholischen Kantone die Acta zu Lu-zern heraus. Ihre Ausgabe besorgte Murner. ** Inden Jahren rz-r? und r;-8 hielt er sich immer noch da-selbst auf. Unter andern verfertigte er eine bittere Schmäh-schrift auf die Zürcher und Bcrner. Er wagte es nicht,einem neuen Religionsgespräch beyzuwohnen, welches dek-Rath zu Bern im Jahr r;r8 veranstaltete. Lieber sezteer in Luzern seine Schmähschriften fort. Voll Laune istsein satyrischer Kalender für die Protestanten. *** Aufdie Klagen der Zürcher und Berner, liessen ihn die Lu-zcrner im Jahr heimlich entfliehen. In Leucnshelvetischem Lexikon heißt es : ,, Es ist eine Sage, daß»er im Jahr izn von seinen Feinden aus dem Wegegeräumt worden. " Waldau bemerkt nur so viel:»In der Mitte des Jahres i;;i ist er noch im Leben
* Rüchat Uik. fle I» Rekorm. ä<: I, 8uike 1. I. s. z;6.
** S. den L-lt-Ioz. kibliotli. Limsvirn. 1. IIl. s. ryr.
Hierüber sebr man Bercbtold Hallers Briefe an Iwinqkiin Kcröelii Ulk. kekvrm. 1. II., und Lot. kollcviH.^k>xarat. 8. II. s. 489.