«34
teressant ist eS, von einem Zeitalter zum andern in un-unterbrochner Reyhe die Männer kennen zu lernen» vonwelchen die bessern und reinern Begriffe, gleichsam vonHand zu Hand, fortgepflanzt worden. Gleichwie ZwingiiWittenbachs Schüler gewesen, so war Witkenbach einSchüler Gabriel Bielers. Zugleich genoß er der Hand-leitung des Conrad Pellicanü, um die heil. Bücher in denGrundsprachen zu studieren.
Mit gründlichen Kenntnissen bereichert, kehrte er nach-er Schweiz zurück. In Basel erhielt er den theologi-schen Lehrstuhl. Unter seinen Zuhörern befanden sich LeoJudä und Ulrich Zwingli. Mit lebhaftestem Danke ver-ehrten sie Wittenbach als denjenigen, der sie zuerst von-kn Svdbrünncn mönchischer Scholastik zurückgeführthatte zu der laukern Quelle der Wahrheit. Wir dürfenvns nur auf den vierten Band von Zivmglis Werken be-rufen; denselben eignete Leo Judä der Stadt Viel zu.Unter anderm gedenkt er Wittendachü in folgenden Wor-ten: „Ungeachtet er diese Geistesarbeit «gcnlllch zu all-^ gemeinem Gebrauche bestimmt hat, so eignen wir sie,, nichts desto weniger vorzüglich der Stadt Viel zu,« dieser Stadt, welche D. Thomas Wittenbach erzeugt» hat, emen Mann, der als ein Wunder der Gelebt^ samkeit selbst von den Gelehrtesten verehrt wird. Um,, rer seiner Aufsicht hab ich mit Zwingli im Jahr,»zu Basel nicht nur die Sprachen und freyen Künste» sondern auch die reinern Reltgioiisbegriffe mit bestes,, Erfolge erlernet. Sehr vieles, was hernach ans Licö» gebracht worden, sagte und sah er voraus. Von ihm,» als von einer Quelle der gründlichsten Kenntnisse, h"» den wir all unser Wissen geschöpft und es seiner Unl<",, Weisung zu danken." — ...
Diese Unterweisung würkie so viel, baß Zwingli n«erst in Zürich, sondern schon vorher im Jahr