Band 
Erster Band.
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Glarus und bernach zu Einsidlen mit Nachdruck die Miß-bräuche des Papstums bekämpfte.

Als Luthers Schritten bekannt wurden, so wurden sienicht nur von Wiltcnbach eifrig empfohlen, sondern auchauf sein Anstiften von Frobenius und von Adam Pelr»aufs neue edirt.

Im Jahr i;rr kam Wittenbach als Stadpfarreenach Viel. Sogleich predigte er eifrig gegen den AblaH,kram und die Meß. Endlich wagte ers und erklärte ösi,fentlich das Verbott der Priestcrche als unschriftmäßiz»Hierüber gerietst er in grosse Verfolgung, sonstersteitlichbey einigen Gliedern des Raths. Nicht obne Müh undGefahr, sah er sich von seiner angesehenen Verwandschaft,besonders auch von dem Stadt Venner, Niklaus Mitten,back, unterstüjt. Im Jahr r;-4 verheurathete er sich,und seinem Beyspiel folgten sieben andere Priester. Ueberdieses vermeinte Aergerniß geriethen der StadtschrriberLudwig Steiner und einige RathSglicder in äusserste Ver,bitterung; schriftlich zogen sie deßwegen zehrn von dentydgenößischen Kantonen zu Rathe; von denselben (mitAusschlüsse Zürichs) bekamen sie für die verehlichtcn Prie-ster eine höchst ungünstige Antwort, mit dem Ansinnen,daß sie von ihren Pfründen sollten entsezt werden. Kaumwaren die Priester entsetzt, als sogleich unter den Bür-gern grosse Unruhen entstanden. Die Einen hielten da-Schreiben der Eidgenossen für ganz unterschoben; die An,der» für das Werk nur einiger besonderer Gesandter. —-2 n eigner Schrift vertheidigte Wittenbach seine Verhrura,*bung, ließ sie von der Kanzel verlesen und schickte sie inAbschrift nach Bern, an die daselbst versammelten eyvgr-"Mchcn Bottcn. An diese wurde unterm r. August^24 eine Gegenschrift abgeschickt voll Bitterkeit gegenwittenbach und die übrigen vrrehlichten Priester; sie wariwar von Meyer und Rath unterschrieben, allein nichts desto