fchof. Dieftr schikte den Bielern das Schreiben der Eyd,genossen, nebst schriftlicher Ermahnung, daß sie sich da»durch abschrecken lassen. Sir schikren Gesandte nach Bernund Freyburg, um sich Raths zu erholen; auch beklagtensie sich bey der Tagleistung in Liiern über das feindicligeSchreiben der katholischen Eydgenosscn an den Bischof.In Luzern merkte man, daß Viel von Bern und Zürichuntcrstüjt war, indeß versuchte man es nochmals, dieStadt Viel auf alle Weise in den Schoß der päpstlichenKirche zurützuführen. Fruchtlos blieben die L'ebkosungenso wol als die Drohungen. Ein Mönch von Neuenstadtam Bieler.Sec, hatte Wittenbach einenKezcr gescholten:Unterm i;. Christmonat 152; schrieb hierüber die Obrig»lkeit zu Viel nach Neuenstadt: Wofern Bruder Thomas,nicht im Stande sey, aus der h. Schrift selbst den Dr-Wittenbach der Irrlehren zu ziehen, so soll man ihn z«rechtlichem Wtederrufe verpsiichlen. —
Die Bielergesandten waren nunmehr von Bern znrük«gekommen, und zwar mit dem Anracben, man solle >«<§»or allem aus der Person des Etadrschrelbers versichern«Dieser hatte schon einen Wink bekommen; er stelltealso noch am gleichem Tage todtkrank und ließ das S"'kramcnt holen. Um das Nachtessen aber, als die Gass^leer waren, bediente er sich des einsamen Dunkels,sich mit seinem Schwager Benedict Gösset und m«kmaS Müller zu flüchten. Er zielte nach Freyburg, ^er vormals zu Hause war. Als ihn niemand über vcSee führen wollte, übernachtete er in dem nabe gelegen^Dörfgrn Vingeltz bey einem Bauern, uno Nachts vara^m einer Hemchcune zu Lenbringrn. Mittlerweile h"die Obrigkeit in Viel seiner vor Schrecken halb todtGattin die Schlüssel zu seinem Schreidpulte und 1"Schränken abfordern lassen. Der Stadtschrcibcr ^ .wendete sich nach Bruntrut und verklagte die Stadt