Band 
Erster Band.
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bey dem Bischof. Auf das scharfe, bischöfliche Schreibenantwortere die Obrigkeit: Der Skadtschreiber sey ohneErlaubniß in Geheim entwichen; daher sey man nichtgeneigt ihn wieder kommen ;u lassen; er sey der Urheberaller Unrphcn und habe das Stadtinsiegel mißbraucht.—Durch gütliche Vermittlung des bischöflichen Coadjutorenwurde -war der Stadtschreiber wieder in sein Amt einge«fett, jedoch mit Beding, daß er sich in Schranken halteund die Reformation nicht länger verhindere. Würklichsah er seither allen Abänderungen gelassen zu und warauch selbst persönlich bey dem Ausschussc der Räthe undBürger, welche d«e Gözenbrlder und andere überflüßigeKirchenzierartcn wcgschaffeten. Dieß geschah zwar erstden ,o. Horn. i^28, nachdem zu Bern in der öffentli,chcn Dssputation die Glaubensverbesserung triumphirthatte.

In Wittenbachs leztem Lebensjahre zogen sich gegendie Reformation gefährliche Gewitterwolken zusammen.Nach der Dilputation zu Baden schrien die Päpstlichge-im»len Triumph. Gegen die Obrigkeit und besonder-ouch qcgcn die Prädikanten zu Blei, hatte der Kllchheredvn Kcstcnholz in der Stadt Solothurn öffentlich dieschimvfllchstcn Reden auögestoffen. Durch Gesandte lies»lyn die Vieler bey seiner Obrigkeit verklagen, und eed>urde zum Wiedcrrufe verurlyeill. Je länger je mehrdcrbre tekc sich der ReformatlonSgeist. Nickt nur in Viel,ändern auch in Bern und in den umliegenden Gegenden^förderte Wittenbach die freyere Denkart.

Von feurigem Eifer verzehrt und von überhaüfter Ar»ermattet, fiel er in eine tödtiichc Krankheit. Sein. terbcdeth machte er zur Kanzel; um' sich her vcrsam»^lke rr Glieder des Rathes und mit rührender Be»e tsamkeit beschwor er fie, Leib und Leben aufzuopfern* die Lehre der Wahrheit. Er starb im Jahr i;r6 im