Band 
Zweyter Band.
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« Nutzen dadurch geschast werden sollte. Diese Art zu pre-digen war im XVten Jahrh, sehr gewöhnlich u. s. f.

Zum Beyspiel von Getiers mahlerischer Manier nurfolgende Stellen: »Die dritte Schell der seltzam Narren»ist das Haar zieren, geel, krauslicht und lang machen,»auch ftembdeö Haar der Abgestorbenen unter ihres ver-»mischen vnd dasselbig zum Schauspiegel aufmutzen. ES»Ziehen die WeibeS jetzund daher wie die Mannen, und«denken das Haar dahinden ab bis auf die Hust, mit auf-gesetztem Paretlin und Hüllin gleichwie die Mannen.»Die Weiber zieh« in ihren Schleyern daher, vnd haben«i>e aufgesprinzt neben mit zwo Eckken oder Spitzen, gleich»einem Ochsenkopf mit Hörnern » Von den damaligenKleidermoden heißt eö: » Es dörft einer nicht weit zieh»,»fremde Kleider zu beschaun, er könne in jeder geringen» Stadt allerley Nationen Kleidungen finden.»

Wenn man nicht wüßte, daß in den damaligen Zei-len manches höfiich war, was jtzo grob ist, und daß manauch auf der Kastzel Dinge mit eigentlichen Namen nann-te» darüber man jtzt auch nur im gemeinen Umgänge er-böthet , so würde man mit Lambacher *) versucht werden,glauben, eö müsse Geilern in seinen Predigten vielesuntergeschoben und verdreht worden sevn. Allein der Ueber-fotzer versichert, er habe nichts hinzugesetzt. Im sünfzig->ren Narren, in der andern Schelle der Wollustnarmrheißt es naiv genug : ,, Die andere Schell ist ein Wol-» tust suchen in dem — mit Küssen oder Empfahnngen.» So einer nothalben sich oder einen andern also an.» greift, so ist es keine Sündt, so man aber solches Wol." lusthalben thut, ist eö eine grosse Sündt. „ Und Mdritten Schelle: ,, Die dritt Schell ist ein Lust ha-" ben auf blosse Haut zu greiffen, nämlich den Weibern» oder Jungfrauen m s. w. „ Im ein und sechzigsten

diimdLcUxr Lli-Iiotli. sntiq. Vinäobonenk. sivica, s. -55«