Fürbitten eines seiner Verwandten, des Herrn de Roquesde Marveilh , aus d«m Geschlechte der Herrn ClaussEnette, eines Offiziers -bey der französischen Leibwache.
Unter solchen traurigen Aussichten, mitten im Sturmder Verfolgung, gerade in dem Jahre der Aufhebung deSEdicts von Nantes, erblickte Perer de Roqnes das Welt-licht. Die Taust erhielt er von David Martin, dem da-maligen Prediger zu la Caune, der sich seither nach Hol-land flüchtete und immer fortfuhr, mit seinen Rathschlä-gen den jungen de Roques zu leiten. Der alte de RoqueSopferte der Gewisscnfrcyheit sein Vaterland und einen be-trächtlichen Theil seines Guts auf.
Um desto weniger Verdacht zu erwecken, begab er sichzuerst ganz allein über die Gränzen Sechs Monathe her-nach folgte ihm die Gattin mit den Kindern nach Genf.Unterwegs ertappt man ihren Begleiter und knüpfte ihn auf.
Die ganze Familie setzte sich in Rolle, einer kleinenStadt des Waatlands. Zur Fortsetzung der Studien gicngder junge de Roques im Jahr 1700. nach Genf. ImJ.170;. beschenkte ihn der Rath in Bern mit dem Bürger-recht im Pays - de - Vaud. Er begab sich also nach Lau-sanne , um sich daselbst zum geistlichen Stande einweyhenzu laßen. Bey noch unverdorbenen Volkssitren und beyder herrschenden Religiosität wiedmeten sich diesem StandeJünglinge aus den vornehmsten Geschlechtern und von dengrößten Talenten.
Auf Werenfelsen Empfehlung kam de Roques als fran-zösischer Prediger nach Basel. Hier lebte er in der Ge-sellschaft der Bernoulli und Bauhin, der Werenstls undI. C. Jstlin. Einen Herzensfreund fand er in feinem Amts-genossen , I. R. Osterwald, dem würdigen Sohn des Reu-enburgischen Gottcsgelehrtcn.
Seine Antrittsrede hielt der nenerwählte Prediger denzi. August 1710. Groffcntheils aus armen, französischen