men der Kanton Schafhausen da6 Bürgerrecht. Er wariU 67. Jahre, er hatte seine drey Töchtern an die ange-sehenen Häuser in Schafhansen vcrheyrathet. Vier sei-Ar Söhne standen hie und da in Fürstlichen Diensten.
Brunner gab wenig Schriften heraus, und that destomehr. Von seinen Umständen giebt er Nachricht in denSchriften-der kaiserl. Akademie der Naturforscher von 1727Als vier und sicbenzigjähriger Greis that er noch im Jahr*726 mitten jm Winter und mit grosser Eilfertigkeit eineReise von Mannheim nach München. Auf der Wkreisebeehrte er seinen Geburtsort Diessenhoffen zum legen Ma-le mit seiner Gegenwart. Bey dieser Gelegenheit, besrcy,leer seinen Vater, den würdigen Prediger des Orts, voneinem gefährlichen Darmgeschwür, so daß er bis über dasneunzigste Jahr sein Leben erhielt Brunner starb zuMannheim den 2 Oktober 1727. Daselbst befindet sich inder reformierten Kirche sein Denkmal. Das Verzeich-uiß seiner Schriften von Dr. Aepli, befindet sich inDr. und Canonieus RahnS Archive gemeinnüzigerphys. und mediz. Kenntnisse, in der zweyten Abtheil. desersten Bandes.
Unter den grossen Verdiensten, die er um die Arzney-kunst überhaupt, und besonders um die Zergliederungs-kunst hat, ist keines der geringsten daß er das Vcrdauungs-gcschäfte besser untersuchte. Er zeigte, daß es nicht durchGährung, sondern grossentheils durch Auflösung vermittelstder Magensäfte geschehe. Auf solche Weise arbeitete ertriumphierend der damals noch herrschenden Schule derSylvianer entgegen. Ebenfalls richtig sind seine Entde-ckungen der Drüsen im Zwölffingerdarm und der Schleim-drüsen im Gehirn.