Rächers der durch alle Jahrhunderte verfolgten Irrgläu-bigen. So sehr BochatS vertragsame Denkungsart mitArnolds übereinkam, so war er doch kein blinder Nach-beter von diesem. Er nahm sich vor, Arnolds Kirchenge-Mchte tnS Französische zu übersezcn, und seine Ueberse-iung mit kritischen Anmerkungen zu begleiten. Dieses Werk,das ihm so viel Arbeit und Kosten verursachte, blieb ausemem Beweggründe liegen, welcher Bochats Gewissenhaf-tigkeit so viel Ehre macht, als seiner Gelehrsamkeit. AusBesorgnis, daß seine Lehrsätze von den Freygeistern miß-braucht werden möchten, opferte er die ganze Arbeit auf.
Ohngesähr um diese Zeit rückte ein Ungenannter, ver-muthlich Hn v. St. Hyacinthe, in das Journal litterairevon Haag eine. kleine Schrift gegen die fremden Kriegsdiensteber Schweizer ein. Bochar edirte eine Rechtfertigung die-ses Kriegsdienstes. Ein anderer Ungenannter drukre im I.*7;,. zu Genf ein Pamphlet, unter der Aufschrift: Ke.
kutarion äe Is Oillertmion cke Nr. cle Locüsc Lc. Ei-nige Jahre hernach lieferte dieser sein Werk x>our L con-tre les 8ervices Mllimires etrangers, den er die beydenvorhergehenden Schriften beyfügte^ Bochat behandelt sei-nen Gegenstand als ein Mann von tiefer Kenntniß in derRechtsgelehrtheit, der Staatskunst, der Moral und Ge-schichte. B. »läufig löst er andere, verwandte Rechtsfragenauf, z. B. von den gegenseitigen Verbindlichkeiten derBlutsfreunde und Landöleme; von dem Schiksale der Mar-stiller, als sie den Cäsar und PompejuS die Eröfnung ih-ver Stadtthore verweigerten; von der Ungerechtigkeit des'Kriegs des Cäsars gegen den Pompejus; von der verschro-benen Beschaffenheit der Verträge u. s. w.
Unter der Menge von Schriften über die Reforma-stonsgeschichte war noch keine, welche die Reformation ganzUnd eigentlich von der politischen E eire betrachtete. Ausbiesem neuen und interessanten.Gesichtspunkte betrachtete