irr
fte ist schmaler alö auf den andern Charten , und mansteht Genf fünfzehn Minuten weiter Westwärts, als aufden Charten des Le l'Jslc. Ein gelehrtes Mitglied desRaths zu Lausanne arbeitete an der helvetischen Geschichte.Diese Geschichte wurde mit Cheseaux Charte geziert, je-doch ohne Namen ihres Verfassers.
Die Charte feines Vaterlandes war nicht die einzigedie er verfertigte. Unter seinen Händen erhielt Pallästinaeine neue Gestalt, und er setzte die Länge der Stadt Je-rusalem mehr westwärts, alö in den ehemaligen Charten.
So ausgebreitet auch seine Gelehrsamkeit war, sosättigte sie allein seine Seele nicht ganz. Er schäztc dieWissenschafien nur in so weit, als sie ihn auf der Leiterder Geschöpfe zum Schöpfer h inaufleiteten. Mit Schmerzen,voller Webmuth betrachtete er den um sich fressenden Unglau-ben,und er faßte denEntschluß zur Vertheidigung der heiligenBücher. Er las zu dem Ende die Propheten mit besondern»Fleissc »n der Grundsprache, und studierte sie mit eben derAnstrengung des Geistes, mit welcher er seine mathema-tischen Probleme auflösete. Auf solche Weise fand er be-friedigende Auslegungen von verschiedenen bereits erfüllten,und bisher nicht verstandenen Weissagungen- Er gieng wirk-lich so weit, daß er auch den Sinn noch unerfüllter Weis-sagungen festsczete. Hierüber edierte er im Jahr 1751 einWerk UNter folgender Ausschrift: vistt-rtorions Lriris,neslur Ig psrrie kropkeriques cie I'ecricure 8aint6> SeinNachforschen in den Weissagungen brachte ihn so gar aufastronomische Wahrheiten. Nach den alten heiligen Bü-chern verbesserte er die Theorie der Sonne und deö Monds,«nd er wagte eS so gar die Figur der Erde durch Zahlenaus der H. Schrift zu bestimmen. Verschiedene der be.rühmtesten Sternkundigen in Paris, welche die Handschrif-ten haben, urtheilen davon in den vortheilhaftesten Aus-deuten.